Elfjähriger Held aus Neuhaus

Erstellt am 19. Januar 2022 | 06:00
Lesezeit: 3 Min
Dank des Handelns von Schüler war Feuerwehr rasch bei Wohnhausbrand.
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Jungfeuerwehrmann Leonhard Mader, 11 Jahre alt, besucht die zweite Klasse des Berndorfer Gymnasiums. Er ging am 10. Jänner von der Schule nach Hause, als er auf einmal in einem Wohnhaus in der Dietrichsteingasse aus dem 2. Stock Flammen sah und auch, dass ein Mann panisch im Haus herumlief.

Geistesgegenwärtig informierte der Jungfloriani seinen Vater, Kommandant-Stellvertreter Herbert Mader und rief den Notruf „122“. Bei seiner Meldung schickte er auch gleich Fotos mit, damit man sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen konnte. Nach diesem Alarmmeldebild wurde „Alarmstufe 3“ ausgerufen und die Feuerwehren Altenmarkt, Neuhaus, Weissenbach, Furth, Fahrafeld, Pottenstein Nöstach und Berndorf rückten an.

„Ich lief schnell nach Hause, um eine Decke zu holen, bis ich zu dem Einsatzort zurückkam, waren bereits einige andere Helfer vor Ort, die inzwischen das Brandopfer bergen konnten.“ Leonhard Mader

„Ich lief schnell nach Hause, um eine Decke zu holen, bis ich zu dem Einsatzort zurückkam, waren bereits einige andere Helfer vor Ort, die inzwischen das Brandopfer bergen konnten. Wir wickelten den vom Brand betroffenen Mann gemeinsam in die Decke, inzwischen kam auch das Rote Kreuz/Triestingtal, die die Erstversorgung vornahmen und den Herrn ins Krankenhaus brachten“ erzählt der tapfere Gymnasiast.

Bürgermeister Hans Miedl (ÖVP) ehrte den Elfjährigen gebührend mit einer offiziellen Urkunde der Marktgemeinde Weissenbach: „Wir sind so stolz auf Leonhard. Durch seine Geistesgegenwart und richtiges Handeln konnte schnell geholfen werden. Er ist ein echtes Vorbild und es zeichnet auch die hervorragende Jugendarbeit unserer Neuhauer Feuerwehr aus. Wir hoffen, dass es dem Brandopfer bald besser geht und wünschen ihm rasche Genesung“.

Der 75-jährige Mann erlitt schwere Verbrennungen, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. Er wollte laut Polizeiangaben Feuer machen und goss Nitroverdünnung auf das Brennmaterial und zündete dieses an. Eine aus der geöffneten Ofentüre aufsteigende Stichflamme brachte den um den Ofen angesammelten Unrat samt der daneben abgestellten Dose Nitroverdünnung zum brennen. In weiterer Folge geriet so das gesamte Haus in Vollbrand.

Im Einsatz waren 73 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren mit 16 Fahrzeugen.

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