zu Großbaustelle

Erstellt am 22. Juli 2013 | 00:00
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Foto: NOEN, kir
stehen vor Umgestaltung. Bagger sind schon aufgefahren.
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Von Sonja Pohl

BADEN / Große Veränderungen stehen der NÖ Gebietskrankenkasse in Baden in den kommenden Jahren bevor. Während man sich vom in die Jahre gekommenen Service-Center in der Vöslauerstraße trennen will und einen Käufer sucht, haben in der dahinter liegenden Rheuma-Sonderkrankenanstalt massive Umbauarbeiten begonnen. Hier soll künftig auch das neue Service-Center angesiedelt sein.

Hotel Caruso wird Ausweichquartier

Es handelt sich um das größte Bauprojekt der Gebietskrankenkasse, wie Karl Georg betont. Als Leiter des Baumanagements ist er für die Neugestaltung verantwortlich. In Anrainerrunden und Gesprächen mit der Stadt habe man sich bemüht, die unmittelbar Betroffenen ins Boot zu holen. „Ein geradezu partnerschaftliches Verhältnis ermöglicht, dass alle bisherigen Arbeiten im Zeitplan liegen“, ist er erleichtert: „2015 soll das Haus als Vorzeigeobjekt wiedereröffnet werden.“

Als Ausweichquartier steht den Patienten der Rheumasonderkrankenanstalt während der Bauphase das ehemalige Hotel Caruso in der Trostgasse zur Verfügung. „Die Bettenkapazität wurde von 97 auf 75 reduziert, so dass mit dem Haus das Auslangen gefunden wurde. Und zwar obwohl allen ein Einbettzimmer zur Verfügung steht“, weiß Georg. Bereits im Februar starteten erste Abbrucharbeiten auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Vöslauer- und Sauerhofstraße. Die bestehenden Gebäude werden zur Gänze entkernt. Aktuell finden die Fundametierungsarbeiten statt, Ende 2013 sollten die Kellerbereiche fertig gestellt sein.

Ebenfalls fix vorbereitet ist der Verkauf der Liegenschaft in der Vöslauerstraße, in der das Service-Center und einige Ambulanzen untergebracht waren. „Das neue Service-Center wird dennoch auch von der Vöslauerstraße aus erreichbar sein“, betont Karl Georg. Möglich wird dies durch einen Zugang, der anstelle der bisherigen Garagenabfahrt errichtet wird.

Ziel sei eine Qualitätssteigerung: „Und zwar sowohl hinsichtlich der Gebäude-Infrastruktur, als auch in Hinblick auf die medizinische Versorgung. Schließlich trägt ein Wohlfühlklima viel zur Rehabilitation bei“. Konkret erwartet die Patienten ab 2015 ein Vier-Stern-Standard. „Zuletzt wurden alleine 90 Patienten pro Tag in Bereich der Zahnmedizin betreut. Da seit 1. Jänner 2013 auch die Kosten für die Mundhygiene von den Krankenkassen übernommen werden, rechnen wir hier, wie auch im physikalischen Ambulatorium, mit einer Frequenzsteigerung, auf die mit dem Neubau Bedacht genommen wird“, so Georg. 180 Parkplätze werden auf Eigengrund eingerichtet. Sowohl für die dann 151 stationären als auch für die ambulant zu betreuenden Patienten.

Die derzeitige Rheuma-Sonderkrankenanstalt wird künftig auch das Service-Center der Gebietskrankenkasse beherbergen.

 

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