Kein Platz für Regenbogen-Fahnen in Baden

Erstellt am 20. Juli 2022 | 04:58
Lesezeit: 2 Min
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Josefsplatz-Kreisverkehr mit lauter „Baden in Weiß“-Fahnen.
Foto: Fussi
NEOS vermissen Zeichen für Toleranz und Akzeptanz, Vielfalt und Veränderung in Baden.
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Der Juni wurde weltweit wieder als Pride Month gefeiert – aber nicht in Baden. „Baden hat viele Fahnenmasten, aber an keinem konnten wir eine Regenbogenfahne entdecken“, so NEOS Klubobmann Helmut Hofer-Gruber.

Im Vorjahr hatte sich die Stadtregierung – vermutlich nach einem Antrag von NEOS und SPÖ – noch dazu entschließen können, an einigen Orten in Baden die Regenbogenfahne zu hissen; dem Wunsch, am Rathaus eine zu befestigen, wurde damals nicht entsprochen.

„In diesem Jahr dürfte auf die Regenbogenfahnen in Baden vergessen worden sein“, so Hofer-Gruber. Und er erinnert, dass die NEOS bereits im März einen Regenbogen-Zebrastreifen an der Kreuzung Wassergasse/Breyerstraße als permanentes Zeichen der Toleranz und Vielfalt gefordert hatten. Der Antrag fand – gegen die Stimmen von ÖVP, Bürgerliste und FPÖ – keine Mehrheit. „Es geht hier nicht um Symbole, sondern um Haltung“, so NEOS Gemeinderätin Gertraud Auinger-Oberzaucher.

Nach Rückfrage bei Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) war heuer aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen, die sichtbar gemacht werden sollten, kein Platz für die Regenbogenfahnen. „Wir haben nur endlich viele Fahnenmaste“, so der Stadtchef, der aber betont: „In Baden sind alle Gäste willkommen!“

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