„BadenCard“-Verlängerung persönlich: NEOS verärgert. NEOS fordern, dass „BadenCard“ auch online verlängert oder neu beantragt werden kann. Auch App sei denkbar.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:41)
Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP
privat

Laut NEOS bekommen die Benutzerinnen und Benutzer des Badener Bauhofs derzeit von den Mitarbeitern ein Schreiben überreicht, das darüber informiert, dass die alte „BadenCard“ nur noch bis Ende Februar Gültigkeit hat und bis dahin gegen eine neue „BadenCard“ getauscht werden muss.

Die „BadenCard“ ist ja Voraussetzung dafür, dass Service-Einrichtungen des Bauhofs genutzt werden können.

Das erzürnt die NEOS, denn die Neuausstellung bzw. der Tausch der Karte mit einer Gültigkeit von 365 Tagen kann trotz Lockdown und Pandemie ausschließlich im Bürgerbüro im Rathaus erfolgen und kostet 15 Euro. Für die Verlängerung um ein Jahr sind 10 Euro fällig. Im Schreiben wird auch erwähnt, dass an einem „Online-Verlängerungssystem für die nachfolgenden Jahre gearbeitet wird“.

NEOS verorten zuwenig Infos für die Bürger

NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber stellt fest: „Das ist ein Musterbeispiel für mangelnde Bürgernähe, fehlerhafte Kommunikation und vor allem zeigt es wieder einmal, dass die Digitalisierung in Baden noch nicht angekommen und Realität ist.“ Seine Kollegin Gertraud Auinger-Oberzaucher ergänzt: „Unser Antrag zur Ausarbeitung einer Digitalisierungsstrategie für die Stadt Baden wurde im Juni abgelehnt. Wie notwendig eine solche wäre, zeigt das Beispiel der BadenCard“.

Mit der digitalen Signatur könnte die Karte – oder auch App – für den Bauhof kontaktlos angefordert und übermittelt bzw. heruntergeladen werden. Auch sollte die Karte bzw. App für weitere Funktionen städtische Einrichtungen eingesetzt werden können.

Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, versteht die Aufregung nicht. „Um die Umstellung auf eine Online-Verlängerung in die Tat umzusetzen, müssen wir die Karten noch einmal in die Hand bekommen, um die Verknüpfung zwischen Karte und Kartenbesitzer herzustellen“, erläutert der Stadtchef.

An einer Online-Verlängerung mit automatischer Bezahlfunktion werde gearbeitet. Wenn die Verknüpfung erstellt ist, dann könne man „schrittweise verschiedene digitale Funktionen hinzufügen“, betont Szirucsek. Mit einer Übergangsfrist bis Anfang März für eine Karten-Verlängerung habe man den Badenerinnen und Badenern einen großen Spielraum eingeräumt, der reiche, um persönlich im Rathaus zu erscheinen.