Pfaffstätten: Mit Chip zum Sport. Der Funcourt war in jüngster Zeit vermehrt Vandalenakten ausgesetzt. Das will Gemeinde jetzt verhindern.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 17. Oktober 2020 (04:34)
Jugendgemeinderat Raphael Schöps und Bürgermeister Christoph Kainz präsentieren das neue Zutrittssystem vor dem Funcourt. Der Chip funktioniert elektronisch, die Tür öffnet sich automatisch.
Jandrinitsch

Vor drei Wochen hat sie gestartet, die Chipausgabe auf der Gemeinde. Mit diesem Chip können „junge Leute aus Pfaffstätten den Funcourt problemlos benützen und auch Freunde mitnehmen. Wir haben als Gemeinde zumindest die Kontaktdaten von jenem Jugendlichen, der den Chip beantragt hat“, erklärt Jugendgemeinderat Raphael Schöps, ÖVP.

Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, ergänzt: „Ich habe selbst mehrmals den Funcourt aufgesucht und die hier anwesenden Jugendlichen ersucht, ihren Müll wegzuräumen. Das heißt nicht, dass die Jugendlichen, die ich angetroffen habe, auch jene waren, die den Dreck hinterlassen haben. Aber gefruchtet haben meine Reden nichts, also haben wir die Reißleine gezogen.“

Voraussetzung, um den Chip zu erhalten, ist, dass man in Pfaffstätten beheimatet sein muss. Aber die Gemeinde hat auch schon einmal eine Ausnahme gemacht: „Ein Jugendlicher aus Tribuswinkel hat angefragt, ob auch er einen Chip haben kann. Nachdem der Funcourt geografisch an Tribuswinkel grenzt, haben wir nicht Nein gesagt. Aber in erster Linie gilt das System für Pfaffstättnerinnen und Pfaffstättner“, erläutert Schöps. Im Moment glänzt der Funcourt vor Sauberkeit. Ortschef Kainz meint: „Die Hauptspielsaison ist heuer zwar schon vorbei, aber wir wollen auch im kommenden Frühjahr weiterhin Chips ausgeben und, falls die Corona-Situation es erlaubt, die Saison mit einem sportlichen Ereignis wie vielleicht einem Turnier wieder einläuten.“