"Soit's Leb'm" - Kirtag in Bischofstetten. Man glaubt es vielleicht nicht. Aber Bischofstetten hat doch einiges zu bieten – speziell für Kinder. Letzte Woche war der Zirkus Benelli mit Pferden zu Gast. Heute sind die Kids am neuen Hindernisparcour der Landjugend sowie am zentralen Spielplatz anzutreffen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. Juli 2020 (09:51)
Markus Grießler

Wir schreiben den So., 26.07.2020. Einer der wenigen Kirtage der Region, der Coronabedingt nicht abgesagt ist, findet in Bischofstetten statt. Gestartet wurde gestern Abend schon mit einem Burgerabend mit DJ. Etwas besinnlicher beginnt der heutige Tag mit dem Festgottesdienst. Weiter geht’s und durch das ganze Ortszentrum hörbar, schallt die Blasmusik des Musikvereins.

Das Programm und das schöne Wetter sorgen für ein unterhaltsames und gut besuchtes Zusammenkommen der Bischofstettner Bevölkerung. Die durchaus bekannten Gesichter verzehren typische Kirtagsgerichte, wie Langos, Grillhendl und Spanferkel. Durchfahrende Radfahrer machen einen Abstecher, gönnen sich eine Trinkpause sowie eine leckere Esterhazyschnitte.

Mich persönlich zieht es eher zu den ruhigeren Plätzen. Als Erstes in das Atelier des ansässigen Künstler’s, den ich beim Vorbeifahren entdeckte.

Die Türen zur Ausstellung und zum Arbeitsplatz des Künstler’s sind offen. Kurzerhand später halte ich zwei Bücher in der Hand. Das erste ein kraftvolles, rotes mit dem Titel „Eros“. Der Umschlag wurde vom Künstler gestaltet. Ich schaue kurz rein, lege es zurück. Bald darauf halte ich ein Buch von bzw. über lachens.net, mit der klaren Aufforderung sich für oder gegen das Lachen zu entscheiden, in der Hand. Es war mir in Gegenwart des Künstler’s deutlich sympathischer. Beim Rausgehen schweifen meine Blicke dennoch zu roten Kunstwerken. Ich mache mich auf den Weg.

Ich nehme mir Zeit zu recherchieren, stoße dabei auf einen quetschenspielenden St. Margarethner, den ich auf lachens.net entdeckte, und auf weitere Bilder des Künstlers.

Nächster Anlauf, um ein gestelltes Foto von Menschen für die Zeitung zu machen. Ich parke weiter abseits des Lärmpegels, entdecke an der Volksschule das zuvor recherchierte Wandgemälde.

Ich mache mich auf den Weg zum Dorfzentrum. Es ist Sonntag kurz nach Mittag. Alles im mittlerweile gut einjährig bestehenden Dorfzentrum scheint geschlossen. Entgegen dem Flugzettel, wieder mit bekannten Gesichtern – Fam. Datzinger aus Winkelsdorf sehen wir: Cafe Hager öffnet erst um 15.00. „Nur“ ein Tor ist offen. Da sticht einem ein kraftvolles Bild entgegen. Es ist das Acryl-auf-Leinwand-Bild von Karl Krendl. Zwei Symbole sowie seine Initialen durfte ich in diesem entdecken.

Die spielenden Kinder am neu errichteten Hindernisparcour der Landjugend hätten mich am ehesten für ein Foto begeistert, ich verzichte.

Ich gehe weiter, lande wieder im Atelier des Künstlers. Gemütlich wird das ein oder andere Achter’l getrunken. Als ich mich auf den Weg zum Auto machte, ertönte mit angenehmer Lautstärke der Satz „….so jung kum ma nimmer zaum, SOIT’S LEB’M (Seiler und Speer) von DJ Gerald Rammel.