Bruck im Zeitraffer

Erstellt am 14. März 2022 | 05:07
Lesezeit: 3 Min
Zuckerfabrik Bruck
Die Schließung der Zuckerfabrik ist ein schwerer Schlag für die Stadt.
Foto: Brucker Stadtchronik 1971-2010
Die Stadtgemeinde Bruck ist heute als Bezirkshauptstadt im Zentrum eines großen Bezirks und blickt auf eine wechselvolle Geschichte.
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Die heutige Bezirkshauptstadt Bruck hat in den letzten 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt. Stadtarchivarin Petra Weiß hat für die NÖN einige entscheidende Momente daraus aufgelistet, die wir in unserer Serie diese Woche kurz etwas näher beleuchten wollen:

1922: Als Niederösterreich ein eigenständiges Bundesland wurde, steht in Bruck vor allem der Ausbau der Zuckerfabrik zu einer der modernsten Fabriken im Mittelpunkt des Interesses. Die Fabrik war über viele Jahre der wichtigste Arbeitgeber in der Stadt. 1987 erfolgt die endgültige Schließung des Standorts.

1927: Der Tod von Anna Linging hat weitreichende Folgen. Linging war ein überaus wohltätiger Mensch. In ihrem Testament verfügt sie, die Errichtung zweier Stiftungen für arme und alte Menschen, die 1985 zur „Lingingstiftung der Stadt Bruck“ zusammengefasst wurden, die bis heute besteht.

1936: Die Ausrichtung der Landesausstellung in Bruck sorgt für umfangreiche Baumaßnahmen in der Stadt. So wird etwa der Hauptplatz asphaltiert, das Rathaus renoviert und der Pfarrerstadl als Veranstaltungshalle adaptiert. Der Pfarrerstadl befand sich zuletzt im Eigentum des Lagerhauses, das den Stadl vor zwei Jahren abgerissen hat.

1939: Die Gemeinde Bruck wird mit Prugg und Bruckneudorf zusammengelegt. Bruckneudorf gehörte bis 1950 zur Stadt Bruck, Prugg bis heute.

1945: Das Hissen der weißen Fahne am Kirchturm verhindert im März des Jahres mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bombardierung der Stadt.

1950er Jahre: Der Wohnbau wird in der Stadt forciert. Zum Vergleich: 1951 zählt Bruck 6.647 Einwohner, im Jahr 2021 sind es bereits 8.210 und ein weiteres Wachstum auf 10.000 Einwohner wird angestrebt.

1963: Die Handelsschule wird eröffnet. Darüber hinaus zählt die Stadt damals weitere elf Schulen. Seither ist Bruck eine Schulstadt.

1971: Es erfolgt die Gemeindezusammenlegung mit Wilfleinsdorf.

1978: Die Gemeinde pachtet den Harrachpark. Der englische Landschaftsgarten hat sich seither zum wichtigsten Naherholungsraum für die Brucker entwickelt.

1985: Die Effem siedelt sich in Bruck an. Die Fabrik bringt damals 80 neue Arbeitsplätze.

2000: Baubeginn des damals ersten Windparks in der Region. Fünf Windräder gehen im Oktober in Betrieb.

2007: Das Fachmarkt-Zentrum am Stadtrand wird eröffnet. Es bringt neue Arbeitsplätze, aber auch eine Schwächung der Innenstadt.

2016: Die Renovierung des Rathauses, die lange hinausgeschoben worden war, ist abgeschlossen und wird mit einer feierlichen Eröffnung gefeiert.

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