Feuerwehr Bruck mit langer Geschichte. Beim Festakt zum Jubiläum wurde auch die Katastrophenschutzhalle eröffnet.

Von Susanne Müller. Erstellt am 09. Mai 2019 (05:55)

„Das Gesicht unserer Stadt wäre ein anderes, gäbe es die Feuerwehr nicht“, verwies SP-Bürgermeister Gerhard Weil auf die unzähligen Einsätze der Brucker Feuerwehr. Und das seit nunmehr 150 Jahren.

„Die Feuerwehr wurde 1869 durch Karl Close gegründet“, erzählte Feuerwehr-Kommandant Claus Wimmer beim Festakt von den Anfängen. Das Jubiläum wurde am Samstag mit einem ganzen Tag im Zeichen des Feuerwehr-Wesens begangen. Zum einen konnten die Besucher einen Eindruck von der Ausrüstung sowie von der Geschichte der Brucker Feuerwehr bekommen, zum anderen hatte Wimmer, seines Zeichens auch Abschnittsfeuerwehr-Kommmandant, auch zu einem Abschnittsfeuerwehrtag geladen (siehe unten). Mit dem Jubiläum wurde abends auch die offizielle Eröffnung der neuen Katastrophenschutzhalle am Gelände gefeiert. „Wir werden in Zukunft sicher nicht von Katastrophen verschont bleiben“, betonte Bezirksfeuerwehr-Kommandant Martin Fink, dass eine zentral gelegene Halle in der Bezirkshauptstadt somit absolut Sinn mache.

Untergebracht sind dort unter anderem der Teleskoplader der Brucker Feuerwehr, der heuer schon beim Schneechaos am Hochkar im Einsatz war, sowie Ölbindemittel und Sandsäcke für Hochwasser-Katastrophen. „Der Idealismus hat sich in den letzten 150 Jahren nicht geändert, auch wenn die Aufgaben immer vielfältiger werden“, verwies Fink darauf, dass damals eigentlich nur der Brandschutz im Fokus der ersten Feuerwehren des Landes stand. „Heute beherrscht das breite Spektrum der technischen Einsätze den Alltag der Feuerwehren“, erklärte Fink. Konkret geht es dabei meist um Verkehrsunfälle. Das trifft auf Bruck besonders zu, schließlich ist die Feuerwehr auch für die Ostautobahn zuständig. Den geselligen Abschluss des Tages machte dann ein Dämmerschoppen mit der Brucker Blasmusik.

Der Jubiläumsfestakt wurde zum Anlass genommen, um erneut dem ehemaligen Bürgermeister Richard Hemmer für seine Unterstützung der Feuerwehr zu danken. Ihm hatte die Feuerwehr die Florianiplakette, die höchste Auszeichnung, die die Feuerwehr an Nicht-Mitglieder vergeben kann, bereits vor einiger Zeit überreicht. Nun hatte Kommandant Claus Wimmer eine solche Plakette auch für Sicherheits-Gemeinderat Siegfried Steurer-Thimm vorbereitet – und für Friedrich Vackar. Er ist zwar seit vielen Jahren Feuerwehr-Mitglied, erhielt die Auszeichnung aber aus konkretem Anlass: Er hat seine gesamte private Helmsammlung, die im Feuerwehr-Museum ausgestellt ist, der Feuerwehr geschenkt.

Alle Details zur Geschichte und zu den Feierlichkeiten lest ihr in der Printausgabe der Brucker NÖN oder im E-Paper.