Brucker Sammelzentrum geht in Betrieb

Erstellt am 28. Dezember 2022 | 04:15
Lesezeit: 3 Min
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Das Sammelzentrum ist fertig und wird am 3. Jänner in Betrieb genommen.
Foto: GABL
Das neue Wertstoff-Sammelzentrum im Westen der Stadt ist fertig. Am 3. Jänner kann es erstmals genutzt werden.
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Rund 20 Jahre nachdem die Stadt die Abfallsammlung an die Firma Jüly ausgelagert hat, übernimmt nun der Gemeindeverband für Abfallbehandlung (GABL) diese Aufgabe in der Bezirkshauptstadt. Wie schon in mehreren anderen Gemeinden im Verbandsgebiet wurde in Bruck ein neues Wertstoff-Sammelzentrum errichtet, das am 3. Jänner zum ersten Mal geöffnet haben wird.

Alle Bürger von Bruck und Wilfleinsdorf können dort künftig ihre Abfälle abliefern.

Das neue Wertstoff-Zentrum ist mit 5.900 Quadratmetern größer als das bisherige Sammelzentrum. Auf zwölf Standplätzen ist Raum für 24 Kubikmeter Abrollcontainer mit einer schrägverzahnten Rampe, die das Einwerfen der Abfälle einfacher machen soll.

Für die Sammlung von Bauschutt und Asbestzement sind eigene Abstellflächen für sieben Kubikmeter-Mulden vorgesehen. Ein Lagerplatz für die Sammlung von Strauch- und Grünschnitt wurde ebenso eingerichtet.

Für Elektroaltgeräte, Speiseöl und verschiedene Wertstoffe, die recycelt werden, wurde eine eigene Halle errichtet. Dort können etwa Kanister, CDs, Textilien oder Nespresso-Kapseln abgegeben werden. Gefährliche Abfälle aus Privathaushalten, wie Altlacke, Pestizide, Spraydosen oder Chemikalien werden in einem eigenen Problemstoffraum übernommen. Christian Mynha, Geschäftsführer des GABL, betont die Vorteile, die das neue Sammelzentrum der Bevölkerung bietet: „So wird das Entsorgen der meisten Abfälle und Altstoffe durch die abgesenkten Container bequemer und es gibt generell mehr Platz.“

Ein wesentlicher Pluspunkt sei auch, dass die Öffnungszeiten deutlich erweitert werden. Wöchentlich wird nun 25 Stunden geöffnet sein, im Vergleich zu bisher 17 Stunden im Sommer bzw. 13,5 Stunden im Winter. Darüber hinaus können Gelbe Säcke, Restmüll-Säcke und andere Sammelhilfen beim Sammelzentrum bezogen werden.

Der Betrieb vor Ort erfolgt künftig ausschließlich durch Mitarbeiter des GABL.

Die erforderliche Vereinbarung für die Abfallbehandlung mit dem GABL wurde im Gemeinderat bereits einstimmig beschlossen. Kritik kam bei der Gelegenheit von Grünen-Gemeinderat Roman Kral. Er hatte schon vor einem Jahr angeregt, dass die Gemeinde eine Etablierung von zusätzlichen Angeboten, wie einem Recyclingcenter oder Reparaturcafé für das Sammelzentrum anregen sollte. „Bis jetzt ist nichts passiert, aber es kann ja noch werden“, meinte Kral sarkastisch. Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) ging darauf nicht näher ein und sagte nur: „Wir laden dich ein, aktiv daran mitzuarbeiten.“

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