Regional ist im Advent Trumpf im Bezirk Bruck

Die Christkindlmärkte im Bezirk setzen in erster Linie auf Aussteller aus der unmittelbaren Umgebung.

Erstellt am 20. November 2019 | 04:42
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Die Adventmarkt-Zeit startet bereits am kommenden Wochenende, unter anderem beim Roten Kreuz in Götzendorf.
Foto: RK Götzendorf

Weihnachten rückt mit großen Schritten näher. Auch wenn der erste Advent erst in eineinhalb Wochen ist, wird die Weihnachtsmarktsaison bereits am kommenden Wochenende eröffnet.

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So findet im Gasthof Hoffmann in Deutsch Haslau am Samstag, 23. November, „Hoffmann‘s Weihnachtsmarkt“ statt. Um die 20 Aussteller aus der Region bieten eine Auswahl an Produkten an, von Wildspezialitäten über Nusslikör bis zu hausgemachter Schokolade. Auch die Hilfsorganisation „Grenzenlose Leprahilfe“ ist jedes Jahr mit einem Stand dabei. Veranstaltet wird der Markt vom Team des Gasthofes, das auch für die Verpflegung sorgt. „Wir sind jedes Jahr gut besucht, es kommen um die 500 Gäste“, berichtet Organisatorin Kathrin Hoffmann-Schremser. Seit fünfzehn Jahren steht auch eine Perchtenshow auf dem Programm, heuer sorgt wieder die „Teufelslegion“ aus Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg für Gruselstimmung.

"Wir wollen Aussteller mit einem örtlichen Bezug"

Der dreitägige „Himberger Advent“ zählt zu den zugkräftigsten Weihnachtsmärkten in der Region. Das abschließende „Sternenmeer“ gilt als besonders stimmungsvolle Attraktion. Gewerbliche Aussteller sind trotz der zahlreichen Besucher Mangelware. Ausstellungs- und Punschhütten werden fast ausschließlich von örtlichen Vereinen betrieben. SP-Gemeinderat Herbert Stuxer, der den Himberger Advent seit zwanzig Jahren organisiert, versteht die Zurückhaltung von Gewerbetreibenden. „Wir wollen Aussteller mit einem örtlichen Bezug. Für kleine Geschäfte aus der Umgebung ist der Aufwand neben dem normalen Geschäftsbetrieb dann oft zu groß.“

In Fischamend ist der Weihnachtsmarkt am Getreideplatz bereits seit Jahren ein Fixpunkt in der Adventzeit. Zwischen 15 und 20 Aussteller sind dabei, die laut Kulturstadtrat Michael Burger (Liste RAM) zumeist aus der Region stammen. Neben Gastronomie wird in erster Linie Selbstgemachtes oder Gebasteltes angeboten. Auch die Jüngsten kommen beim Fischamender Weihnachtsmarkt voll auf ihre Kosten, da sie dort bei der „Wichtelwerkstatt“ mitmachen können. Für den richtigen musikalischen Rahmen sorgen die Musikschule Donauland sowie das Bläserquartett der „Original Hoch- und Deutschmeister Kapelle“. Nachdem der Markt letztes Jahr erstmalig zwei Tage lang geöffnet hatte, wird die Öffnungszeit heuer wieder reduziert. „Wir gehen wieder auf einen Tag zurück“, erklärt Burger.

Beim Adventmarkt in der Bezirkshauptstadt, dem „Brucker Advent“ von 5. bis 8. Dezember, schwingt mit Renate Bogensperger heuer eine neue Obfrau das Zepter. Im Veranstalterverein ist die Brucker SP-Gemeinderätin aber schon seit zehn Jahren aktiv. „Wir haben heuer drei neue Standler“, berichtet sie.

Zudem wird der „Brucker Advent“ platzmäßig erweitert: Neben den Ständen im Innenhof des neuen Rathauses wird es auch Hütten am Hauptplatz bis zur Sparkasse geben. „Wir werden heuer erstmalig eigene Häferl haben, die die Stadtgemeinde angekauft hat“, berichtet Bogensperger. Das soll der erste Schritt zum Ziel, ab 2020 plastikfrei zu werden, sein.