"Zu viel Krankenstand": Krebspatient drohte Kündigung. Gerade erst hat er den Kampf gegen seine Krebserkrankung gewonnen - da droht einem Lagerarbeiter (61) im Bezirk Bruck/Leitha plötzlich die Kündigung. Die Begründung des Arbeitgebers: „Zu viele Krankenstandstage.“

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 17. September 2017 (10:16)
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Symbolbild

Rund zehn Jahre lang hatte der Betroffene als Lagerarbeiter in einem Betrieb der Chemischen Industrie im Bezirk Bruck/Leitha gearbeitet. Dann der Schock: Diagnose Krebs. Glücklicherweise sprach die medizinische Behandlung während eines zweimonatigen Krankenstands gut an.

Im folgenden Jahr hatte der Mann nur durchschnittliche Fehlzeiten. Doch die Freude über den Sieg gegen die Krankheit währte nur kurz. Sein Dienstgeber sprach überraschend die Kündigung aus. „Zu viele Krankenstandstage“ lautete die lapidare Begründung.

Kündigung wurde angefochten

Einfach aufgeben kam für den Arbeitnehmer, dem nur noch wenige Versicherungsmonate auf die Korridorpension fehlen, jedoch nicht in Frage. Er wandte sich an die Arbeiterkammer Niederösterreich, die umgehend die Vertretung übernahm. Die Kündigung wurde in Folge wegen Sozialwidrigkeit beim Arbeits- und Sozialgericht angefochten.

„Mit Erfolg, denn noch vor der ersten Gerichtsverhandlung nahm der Dienstgeber die Kündigung zurück“, freut sich AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser über den positiven Ausgang des Verfahrens.