Bezirk Bruck/Leitha: Grabkerzen als Gastro-Hilferuf

Die Stadthalle und das Café „La Vie“ beteiligten sich an der Aktion „5 vor 12“. Sie wollen damit ihren Forderungen Nachdruck verleihen, vor allem wollen sie aufsperren.

Erstellt am 20. Januar 2021 | 04:23
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Vor dem Eingang der Stadthalle waren am Montag Grabkerzen aufgestellt.
Foto: Müller

Für die Gastronomie ist die Coronakrise ein harter Schlag. Sie ist von den Maßnahmen bisher am stärksten getroffen. Mindestens vier Monate sind die Gastro-Betriebe schon per Verordnung der Bundesregierung geschlossen. Manche, wie die Bars, sogar noch länger.

Einige heimische Gastwirte wollen daher nun mit einer Initiative auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. „5 vor 12“ nennen sie die Aktion, die im Wesentlichen daraus besteht, dass Grabkerzen in die Auslagen, Fenster und Türen der leeren Lokale gestellt werden. Dazu passende Plakate machen ebenfalls auf die Forderungen der teilnehmenden Betriebe aufmerksam. In Bruck beteiligten sich am Montag die Brucker Stadthalle und das Café „La Vie“ an der Aktion. „Die Maßnahmen sind für uns eine Katastrophe“, hat Stadthallen-Chefin Sylvia Tachere schon mehrfach betont.

Die Forderungen der mitmachenden Betriebe sind zahlreich. Die Wesentlichste ist aber die sofortige Öffnung der Betriebe unter allen vorgegebenen Sicherheitsvorschriften.

Unter anderem fordern die Gastronomen aber auch, dass ihnen keine Kontrolle von Freitestungen auferlegt wird, dass sie mindestens bis 23 Uhr geöffnet halten dürfen sowie einen Umsatzersatz von 80 Prozent für Jänner und klare Regeln für die Mieten für die Dauer der Schließung. Außerdem wünschen sie sich Planungssicherheit für das Einstellen von Mitarbeitern und den Einkauf von Waren.

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