Weil ist neuer Chef im Abwasserverband Bruck-Neusiedl

Nach 14 Jahren als Obmann übergab Rohraus Ortschef Herbert Speckl das Zepter an den Brucker Bürgermeister Gerhard Weil.

Erstellt am 22. Januar 2021 | 04:23
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Amtsübergabe im Abwasserverband Bruck-Neusiedl von Herbert Speckl an Gerhard Weil.
Foto: AVBN/Zuge

Im Abwasserverband Bruck-Neusiedl ging eine Ära zu Ende. Der langjährige Obmann, Rohraus VP-Bürgermeister Herbert Speckl, zog sich aus dem Vorstand zurück.

In der Mitgliederversammlung wurde Brucks SP-Bürgermeister Gerhard Weil einstimmig zum neuen Obmann gewählt. „Für mich steht natürlich im Vordergrund die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge“, betonte Weil. Mit ihm werde es jedenfalls keine Privatisierung des Leitungsnetzes samt Betrieb geben.

Ebenfalls einstimmig ging die Wahl für seinen neuen Stellvertreter, Edelstals VP-Bürgermeister Gerald Handig, aus. In den Vorstand rückte Rohraus VP-Vizebürgermeister Albert Mayer nach.

Herbert Speckl war 18 Jahre lang „mit ganzer Kraft und viel Herzblut“ für den Abwasserverband tätig, 13 Jahre davon als Obmann. Während seiner Tätigkeit erfolgte der Anschluss der Gemeinde Weiden am See, des Ortsteiles Hollern und der Militärsiedlung Sommerein. Die größte Herausforderung in seiner Amtszeit sei aber die Eingliederung der sieben „Ost-Gemeinden“ Edelstal, Kittsee, Pama, Gattendorf, Neudorf, Berg und Wolfsthal in den Verband gewesen.

Erweiterung war Herausforderung

„Dazu musste viel Überzeugungsarbeit sowohl bei den bestehenden Mitgliedern, aber auch bei den neuen Anschlussgemeinden geleistet werden“, erzählt Speckl, dass das Projekt letztendlich aber eine „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“ gewesen sei. Speckl betonte, er habe sich bemüht, die Kläranlage, die seit 1997 in Betrieb ist, immer auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Sommereins SP-Bürgermeister Karl Zwierschitz betonte in seiner Abschiedsrede für den scheidenden Obmann, dass der Verband zwar ein politisch besetztes Gremium sei, aber bisher keine parteipolitischen Entscheidungen getroffen worden seien. „Der Abwasserverband ist vielmehr eine Zweckgemeinschaft aller Mitgliedsgemeinden, aber auch ein Vorzeigeunternehmen, das die an ihn gestellten Aufgaben und Ziele, nämlich die Ableitung und Reinigung der anfallenden Abwässer, hervorragend erfüllt“, so Zwierschitz. Speckl bedankte sich sowohl bei den Mitgliedsgemeinden als auch bei Geschäftsführer Josef Pranger „für die jahrelange profunde und fachliche Unterstützung“. Dank und Anerkennung sprach auch Weil seinem Vorgänger aus.