Bruck: Volksanwaltschaft untersagt Konzert. Die Genehmigung für Veranstaltungen im Garten der Bar Taro wird nun ein Fall für die Juristen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 25. September 2020 (05:12)
440_0008_7934981_gre39ku_taro_straus_gerald.jpg
Taro-Inhaber Gerald Straus will künftig jeden Monat eine Veranstaltung im Garten des Lokals durchführen.
Müller

Es war alles angerichtet: Am vergangenen Donnerstag hätte im Garten der Bar Taro das im August wegen Schlechtwetters abgesagte Konzert der Austropop- und Dialektsängerin Birgit Denk nachgeholt werden sollen. Das Wetter passte, ein Konzept für die Einhaltung der Corona-Beschränkungen lag ebenso vor wie eine Bewilligung der Gemeinde. Doch knapp vor Beginn machte die Volksanwaltschaft einen Strich durch die Rechnung und untersagte das Konzert.

Ausgelöst wurde der musikalische Lock-Down durch Beschwerden von zwei Anrainern wegen Lärmbelästigung. Eine davon landete bei der Volksanwaltschaft und diese wandte sich an die Gewerbebehörde.

Diese verwies auf die Betriebsanlagengenehmigung aus dem Jahr 1987 für das damalige Café „Karambolage“, wonach im Garten des Lokals nur einmal pro Monat eine Veranstaltung stattfinden darf. Und diese sei am Wochenende davor schon mit dem Auftritt von Bernhard Beibl und Kati Cher erfolgt. Die seit 33 Jahren geltende Bestimmung ist offenbar nicht nur für die Gemeindeführung, sondern auch für Taro-Betreiber Gerald Straus „neu“. „Ich war selbst überrascht“, gesteht Straus, der nun aber auch Morgenluft wittert. „Wenn das so ist, dann werden wir die Genehmigung nützen und jeden Monat eine Veranstaltung im Garten durchführen“, kündigt Straus an.

Damit ist die Geschichte freilich noch nicht erledigt. Nun werden die Anwälte auf den Plan gerufen. Denn nun geht es darum, ob etwa aufgrund von wetter- und Corona-bedingten Verschiebungen auch zwei Konzerte pro Monat stattfinden dürfen.

Nicht zuletzt geht es auch darum, wer die Gage für das kurzfristig abgesagte Konzert bezahlt.

Organisator Straus hofft auf eine kulante Lösung: „Wir haben ein gutes Einvernehmen mit der zuständigen Agentur und planen für das kommende Jahr neue Events.“