Dreharbeiten bei der Palastanlage in Bruckneudorf

Erstellt am 28. Februar 2022 | 18:00
Lesezeit: 2 Min
Ein Filmteam des ORF besuchte die ergiebige Grabungsstätte für eine Fernseh-Reportage.
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Vor kurzem herrschte reger Betrieb bei der römischen Palastanlage: Ein Team des ORF hatte sich angekündigt, um eine Reportage für das Format „Burgenland heute“ zu produzieren. Grund für den Besuch sind die zahlreichen Funde, die im Zuge von Ausgrabungen entlang der A4-Erweiterung getätigt wurden.

Neben einigen Grundmauern von Wirtschaftsgebäuden, etwa einer Schmiede, wurden auch zahlreiche handgefertigte Artefakte wie Krüge, Vasen und Urnen entdeckt. Ans Tageslicht kamen zudem zahlreiche menschliche Überreste, darunter ein Skelett eines Erwachsenen, der vermutlich vor rund 2.000 Jahren gewaltsam zu Tode gekommen sein dürfte: Sein Skelett wurde nämlich in einer außergewöhnlichen Position in einem freigelegten Brunnenschacht entdeckt.

„Vermutlich hat man sich auf dem schnellsten Weg der Leiche entledigt“, urteilt der zuständige Archäologe Jarosław Czubak. In seiner Funktion als Vertreter der „Gesellschaft der Freunde Carnuntums“, meldet sich auch Werner Melchart zu Wort: „Ich freue mich sehr darüber, dass der ORF Interesse an diesen Ausgrabungen zeigt, denn es ist wichtig, die Bevölkerung darüber auf dem Laufenden zu halten. Schließlich handelt es sich dabei ja um die Geschichte unserer Vorfahren.“ Eine fundierte Auswahl der Fundstücke wird im kommenden Jahr bei einer Ausstellung im Bruckneudorfer Gemeindeamt zu sehen sein.

Die Dreharbeiten vor Ort, bei denen auch eine ferngesteuerte Drohne zum Einsatz kam, dauerten rund zwei Stunden. Weitere Aufnahmen fanden außerdem im Landesmuseum Eisenstadt sowie im Gemeindeamt Bruckneudorf statt. Der Beitrag wird am Dienstag, 1. März, ausgestrahlt und ist in der „ORF-TVthek“ zu sehen bzw. auf „burgenland.orf.at“ zu lesen.

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