Asfinag rüstet sich für mehr Verkehr auf A4 und A6. Die neue Autobahn-Meisterei in Bruck wurde am Freitag eröffnet. Sie ersetzt die beiden bisherigen Standorte in Schwechat und Parndorf.

Von Susanne Müller. Erstellt am 25. Oktober 2019 (15:21)
Schlüsselübergabe an Autobahnmeister Dietmar Edel. Am Foto mit den beiden Asfinag-Geschäftsführern Stefan Siegele und Andreas Fromm, sowie den Asfinag-Vorstandsdirektoren Hartwig Hufnagl und Josef Fiala.
Susanne Müller

Es war ein Festakt der Superlative: Als modernste und eine der drei größten in Österreich wurde die neue Autobahnmeisterei bei deren Eröffnung präsentiert. Die neue Service-Station der Asfinag in Bruck ersetzt die beiden bisherigen in Schwechat und Parndorf. 40 Mitarbeiter werden hier ihren Dienst versehen und mit einer eigenen Autobahn-Auffahrt für die insgesamt 82 Kilometer der Ostautobahn A4 und der Spange Kittsee A6 zuständig sein. 16 Millionen Euro investierte die Asfinag in den neuen zentralen Standort.

Dass die Asfinag dafür die Stadt Bruck ausgewählt hat, darüber zeigte sich SP-Stadtchef Gerhard Weil besonders erfreut. Der Betrieb sei sowohl aus „wirtschaftlicher Sicht als auch aufgrund der positiven Publicity ein Gewinn“ für die Stadt.

Ein „Freudentag“ war der Eröffnungstag auch für Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. Dass die Autobahnmeisterei am Ecoplus-Gelände errichtet wurde, sei ein „Beweis für die unglaubliche Dynamik dieses Wirtschaftsparks als Wirtschaftsmotor.“ 

Auf den interaktiven Planungsprozess, mit dessen Hilfe die Autobahnmeisterei errichtet wurde, ging Asfinag-Geschäfstführer Andreas Fromm ein. Beim Bau kam nämlich die moderne Technologie des „Building Information Modeling“ (BMI), das die Baustelle ab dem ersten Tag virtuell begehbar macht, zum Einsatz. Dadurch sei ein hohes Maß an Transparenz möglich und „der künftige Autobahnmeister Dietmar Edel war ständig eingebunden“, erklärte Fromm.

Angesichts der steigenden Verkehrszahlen auf dem gesamten Autobahnabschnitt – bei Schwechat werden schon jetzt über 100.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt – sei ein effizienteres und effektiveres Arbeiten, wie es der neue Standort möglich mache, nötig, betonte auch Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. Das unterstrich auch Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl. Man gehe von einem jährlichen Wachstum des Verkehrs von drei Prozent aus. Neben der modernen Anlage und der direkten Autobahn-Anbindung stünde vor allem die Mannschaft im Vordergrund, die „es den Menschen ermöglicht, über die A4 sicher an ihr Ziel zu gelangen“, so Hufnagl.

Gratulationen zur neuen Betriebsstätte kamen freilich auch von der Landespolitik, sowohl aus dem Burgenland als auch aus Niederösterreich. „Die Region steht unter starkem Verkehrsdruck“, betonte VP-Landesrat Ludwig Schleritzko die Bedeutung einer einsatzkräftigen Autobahnmeisterei.