Spekulation um Auer Freibad

Eine Sanierung des Auer Freibades käme teuer. Die Bürger sollen entscheiden.

Otto Havelka Erstellt am 26. August 2020 | 05:10
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Das Vergnügen im Freibad Au fällt heuer ins Wasser. Technik und Hygienestandards entsprechen nicht den Coronabestimmungen.
Foto: NÖN Archiv

Seit offiziell bekannt wurde, dass das Freibad in diesem Sommer geschlossen bleibt, weil Technik und Hygienestandards nicht den Coronabestimmungen entsprechen (die NÖN berichtete), häufen sich die Spekulationen, das Auer Bad könnte damit ein für allemal ausgedient haben.

Zwar beteuern die Vertreter aller Fraktionen im Gemeinderat, dass sie die familiäre Badeanlage für die Ortsbevölkerung erhalten wollen, ein wesentliches Kriterium dafür dürften aber die Kosten sein. Eine erste Kostenschätzung für die Sanierung des veralteten Bades aus dem Jahr 1969 beläuft sich auf rund 300.000 Euro. Dazu kommt ein jährliches Defizit aus dem Betrieb von knapp 30.000 Euro.

Angesichts dieser Kostendimensionen kann sich SPÖ-Gemeindrat Rudolf Wiesinger vorstellen, eine „Bürgerbefragung über den Erhalt des Freibades“ durchzuführen. Eine Idee, mit der sich laut Wiesinger auch Bürgermeister Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly) anfreunden könne. Der Ortschef war für eine diesbezügliche Stellungnahme nicht erreichbar.

Wiesinger fordert gegenüber der NÖN jedenfalls mehr Tempo im Gemeinderat: „Wenn wir erst nächstes Jahr anfangen, Kostenvoranschläge für die Badsanierung einzuholen, oder sogar noch eine Bürgerbefragung durchführen möchten, und dann auch noch die Sanierung des Bades durchgeführt werden muss, dann wird’s meiner Ansicht auch 2021 keine Bad-Eröffnung geben“, rechnet er vor.