Rassismus-Eklat bei Bauverhandlung in Hof. Gemeinderat Arnold Kopeczek von der Bürgerliste musste Bauverhandlung wegen rassistischer Bemerkungen verlassen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 24. Dezember 2020 (05:52)
Künftig sitzen nur noch 36 statt 37 Mandatare im Gemeinderat, ein Sitz bleibt leer.
Shutterstock/Denis Kuvaev

Gleich zweimal wurde der Gemeinderat der Bürgerliste Hof, Arnold Kopeczek vergangenen Woche von der  Verhandlung zur Betriebsgenehmigung einer neuen Abfallbehandlungsanlage der Firma  „Hackgut Winter GmbH“ (die NÖN berichtete) ausgeschlossen.

Zuerst beanstandeten VP-Bürgermeister Felix Medwenitsch und Verhandlungsleiter Norbert Haring, dass Kopeczek seine Schutzmaske nicht über der Nase trug. Um seine Begründung, er müsse das als Allergiker nicht, nachzuweisen, musste er die Verhandlung verlassen, um ein ärztliches Attest vorzulegen. 

Arnold Kopeczek fühlt sich ungerecht behandelt.
Bürgerliste Hof

Dieses genügte Geschäftsführerin Andrea Winter nicht. Sie bestehe auch auf den Nasenschutz. Schließlich habe sie die Verantwortung für 150 Mitarbeiter.

Kopeczeks Kommentar „die wenigsten davon sind Österreicher“ brachte dann das Fass zum Überlaufen. Er wurde wegen Rassismus von der Verhandlung ausgeschlossen.

„Es ist schon komisch, wenn es rassistisch ist, die Wahrheit zu sagen“, ätzt Kopeczek. Er fühle sich um sein Recht gebracht und hat daher bereits einen Anwalt eingeschaltet. „Die Verhandlung muss wiederholt werden“, so Kopeczek. Sein Ausschluss sei ungerechtfertigt.