"Die Figuren habe ich selbst erfunden". Die elfjährige Brucker Gymnasiastin Gunda Desch verblüfft mit ihren Zeichnungen Publikum und Fachwelt.

Von Otto Havelka. Erstellt am 16. Oktober 2014 (07:00)
NOEN, Havelka
Desch schuf mit ihren Figuren einen unverwechselbaren Typus.

Am kommenden Wochenende gehen bereits zum zwölften Mal die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ über die Bühne (nähere Infos unter www.kulturvernetzung.at ). Mit einer besonderen Ausstellung wartet dabei der Künstler und Lehrer Kurt Schlögl in seinem „Kunstpyro“ auf: Er zeigt Zeichnungen seiner elfjährigen Schülerin Gunda Desch.

Die Bruckerin hat in ihren Zeichnungen und Bildergeschichten einen eigenen, unverwechselbaren Typus von Figuren geschaffen. Das Verblüffende an den Comic-artigen Gestalten mit den großen Kulleraugen: Desch gelingt es, mit schwungvollen und präzisen Strichen ihren Bildern eine ungeheure Dynamik zu verleihen. Und es stecken auch viel Witz und tiefsinnige Ironie in den Zeichnungen. Etwa in einer Bildergeschichte, in der ein Mann auf Dienstreise fährt, seine Frau mit dem Kind allein zu Haus bleibt, und als der Mann wieder heimkommt, verreist sie selbst für zwei Wochen.

Gunda Desch, die gerne Bücher des Autors Franzobel liest und „Talking Heads“ hört, findet ihre erste Ausstellung jedenfalls „sehr cool“. Dieser Meinung schließen sich mittlerweile auch einige renommierte Künstler an.