Die Damm-Sanierung ist fast abgeschlossen. Die Schutzfunktion ist bereits intakt. Zusätzlicher Damm in Bad Deutsch Altenburg soll Überflutung des Ortskerns verhindern.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 19. Oktober 2019 (04:32)
Mraz
Der sanierte und aufgestockte Damm im Bereich Stopfenreuth gegenüber von Bad Deutsch-Altenburg.

Der Hochwasserschutz an der Donau mit dem Marchfeldschutzdamm und dem Damm in Hainburg und Wolfsthal, der Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, hätte den Gemeinden Sicherheit geben sollen. Im Laufe der Zeit kam es jedoch zu zahlreichen Überflutungen in dem Gebiet, die das Schutzsystem weiter schwächten. Vor allem die Hochwasser-Ereignisse in den Jahren 2002 und 2013 forderten ein entschlossenes Handeln.

Deshalb saniert die „viadonau“ seit Oktober 2017 im Auftrag der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz die Hochwasserschutzanlagen – und liegt vor dem Zeitplan. „Es wurde mit Dichtwandfräsen ein Verfahren eingesetzt, bei dem der Damm nicht geöffnet werden muss und somit ein schnelleres Arbeitstempo ermöglicht“, erklärt Hans-Peter Haselsteiner, Geschäftsführer der „viadonau“, den raschen Baufortschritt. Im Zuge der Sanierung wurden nicht nur die Dämme baulich saniert und verstärkt, sondern auch die Dammkrone erhöht. Mit diesen Maßnahmen soll die Region Marchfeld optimal geschützt werden. Diese haben aber auch Auswirkungen auf Gemeinden, die südlich der Donau liegen.

Vor allem die Marktgemeinde Bad Deutsch-Altenburg hat mit der Erhöhung des Dammes bei Hochwasser spürbare Probleme zu erwarten. Denn schon jetzt tritt ab einem Wasserstand von sechs Metern die Donau über die Ufer und breitet sich über den Kurpark Richtung Ortszentrum aus. Mit einem separaten Projekt – einen Schutzwall durch den Kurpark – will man gegensteuern.

Laut „viadonau“ sind auf der Strecke Wien bis zum Rußbach in allen Bauabschnitten die Dichtwandarbeiten so weit abgeschlossen, dass der funktionale Hochwasserschutz hergestellt ist.

Offen sind noch Arbeiten an Überströmstrecken, die voraussichtlich Mitte 2021 abgeschlossen sind. Danach wird auch der internationale Fahrradweg durch die Nationalpark-Natur Route wieder befahrbar werden.