Ernest Windholz zieht sich zurück

Nach 25 Jahren wird Ernest Windholz die politische Bühne verlassen. Die Liste „Team Altenburg“ bleibt aber weiter bestehen.

Erstellt am 20. November 2019 | 06:00
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Ernest Windholz zieht sich aus der Politik zurück.
Foto: Mraz

Ernest Windholz widmete sein Leben exakt ein Vierteljahrhundert der Politik. Seit 1995 ist er durchgängig im Gemeindevorstand der Marktgemeinde vertreten. Neben der Kommunalpolitik war Windholz auch lange Zeit mit der Landes- und Bundespolitik verwachsen. Für die FPÖ war er Abgeordneter zum Nationalrat, Mitglied des Bundesrates, Landtagsabgeordneter, Mitglied der Landesregierung sowie Klubobmann des NÖ Landtagsklubs. Von 2008 bis 2013 war er für das BZÖ als Abgeordneter im Parlament vertreten. In den Jahren 2010 bis Mitte 2012 war er in seiner Heimatgemeinde Bürgermeister – die verbliebenen zweieinhalb Jahre war er Vize unter SP-Führung.

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Bei den Gemeinderatswahlen 2015 kandidierte er mit der Liste „Team Altenburg“ und erreichte mit sieben Mandaten die Mehrheit. Dennoch wurde Windholz nicht Bürgermeister, vielmehr formierte sich eine Koalition aus SPÖ, ÖVP, FPÖ und „Wir Altenburger“ gegen ihn. Er und sein Team mussten sich daher mit der Opposition begnügen.

Auch privat durchlebte der heute 59-Jährige vor vier Jahren eine harte Zeit: Er erkrankte schwer und konnte sich erst nach drei Jahren wieder schmerzfrei bewegen. „Damals haben sich für mich die Wertigkeiten verschoben und ich traf die Entscheidung, nach der laufenden Periode auch mit der Kommunalpolitik Schluss zu machen“, erzählt Windholz und meint weiter: „Die Politik hat in all den Jahren viel Zeit verschlungen und ich möchte nun bei meinen Enkelkindern das gut machen, was ich bei meinen Kindern versäumt habe.“

"Wir arbeiten derzeit am Programm"

Er kündigt an, dass er sein Mandat bis zur Bildung des neu gewählten Gemeinderates ausüben wolle und danach aus der Politik ausscheiden werde.

Ernest Windholz ist das „Gesicht“ von der Liste Team Altenburg. Die Liste wird aber auch ohne ihn weiter geführt und bei der kommenden Gemeinderatswahl kandidieren. Mit dem geschäftsführenden Gemeinderat Alfred Helm und der Gemeinderätin Andrea Rauscher werde es eine Doppelspitze geben.

Helm bestätigt im NÖN-Gespräch, dass er gemeinsam mit Andrea Rauscher das Team Altenburg weiterführen wird und erklärt: „Wir arbeiten derzeit am Programm und an der Erstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen. Wir sind uns einig, dass es für uns in Zukunft nicht unbedingt wieder Opposition bedeuten muss.“

Mastermind Windholz hat auch klare Vorstellungen, wie sich „sein Team“ aufstellen soll: „Eines sei vorweggenommen, Parteipolitik darf keine Rolle spielen und das ‚Team Altenburg‘ will einen konstruktiven Gegenpart zu Rot, Schwarz und Blau bilden“, unterstreicht Windholz gegenüber der NÖN.