Finanzamt-Erhalt: Nicht alle auf Linie

Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für Erhaltung des Finanzamtes in Bruck aus. Team Altenburg für „Info-Center“.

Erstellt am 23. November 2016 | 01:11
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Bürgermeister Hans Wallowitsch (SP) ist für den Standort Bruck.
Foto: NOEN, Mraz

Reformen in Verwaltungsstrukturen sind ein Dauerbrenner in der bundesweiten politischen Diskussion. Im Zuge dieser Strukturmaßnahmen sorgt das mögliche Aus für das Finanzamt in Bruck für Aufregung im gesamten Bezirk.

SP-Bürgermeister Hans Wallowitsch dazu: „Ich halte es für ein Gebot der Stunde, in einem Optimierungsprozess die Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, jedoch ohne Standortnähe und Servicequalität zu gefährden.“ Er sieht durch die kommende Zusammenlegung von zwei Bezirken erst recht keine Zweckmäßigkeit in der Absiedlung einer Servicestelle für Bürger und Unternehmen.

Resolutions-Antrag abgelehnt

Die Marktgemeinde spricht sich daher für den Erhalt des Finanzamtes am Standort Bruck und für die Beibehaltung der derzeitigen organisatorischen Eingliederung aus. Der Gemeinderat hat bei der vergangenen Sitzung eine diesbezügliche Resolution an den Finanzminister Hans Jörg Schelling verabschiedet. Der Beschluss erfolgte mit den Stimmen der Regierungskoalition (SP, VP, FP und „Wir Altenburger“).

Das oppositionelle „Team Altenburg“ von Ernest Windholz stimmte gegen den Beschluss und brachte dazu eine eigene Resolution zur Abstimmung ein. Diese sieht vor, dass das Finanzamt lediglich als „Info-Center“ bestehen bleibt, in dem sich die Bürger beraten lassen und Eingaben erfolgen können.

Dieser Antrag fand aber keine mehrheitliche Zustimmung.

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