Führungen geben Einblick in den Steinbruch. Der „Hollitzer“ ist der größte Steinbruch für Baurohstoffe in Österreich und Arbeitgeber für 24 Mitarbeiter in der Marktgemeinde.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 27. September 2019 (04:50)
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Florian Bauer, Walter Tunka, Franz Schalko und Michael Vanek führten durch die Betriebsstätte.
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Die Firma Rohrdorfer lud zum Tag der offenen Tür in das Werk ein. Bei Führungen durch die Anlage wurden der Betrieb vorgestellt, die Abbautechnik und die bestehenden Umweltmaßnahmen ausführlich erklärt.

Der Steinbruch in Bad Deutsch-Altenburg ist für die Wirtschaft in der Ostregion ein bedeutender Faktor. 24 Mitarbeiter finden vor Ort eine Beschäftigung und rund 60 Arbeitsplätze werden über Lieferanten und Frächter erhalten.

Rund 50 Prozent der Produkte gehen an die Asphaltindustrie, 30 Prozent sind Grädermaterial für den Unterbau von Straßen und Gleisanlagen, zehn Prozent machen Böschungssicherungen aus und der Rest ist Streusplitt.

"Kurze Transportwege für den Umweltschutz"

„Aus dieser Betriebsstätte werden Baustellen in Wien und Niederösterreich mit mineralischen Baustoffen wie Sand, Splitt, Schotter und Wasserbausteinen versorgt. Die kurzen Transportwege reduzieren Kosten und bilden auch einen wichtigen Faktor für den Umweltschutz“, erklärt Geschäftsführer Walter Tunka.

In jüngster Vergangenheit kam es immer wieder zu Beschwerden von Anrainern, die über Staubentwicklung und Lärm klagten. Die Geschäftsleitung sei um Problemlösung bemüht, so Tunka. Man versuche, mit gezielten Maßnahmen die Situation zu entschärfen. In den letzten Jahren wurden Umweltmaßnahmen gesetzt und dafür elf Millionen Euro in die Produktionsanlagen investiert. Die jetzt verwendete Zweireihen-Sprengtechnik soll den Schalldruck nicht entweichen lassen und nicht nur den Lärm, sondern auch die Erschütterungen vermindert. Ein gemeinsames Projekt mit der Montanuniversität Leoben soll die Sprengtechnik weiter optimieren.

Regelmäßige Bewässerungen der freien Flächen, Benebelung der Förderbänder und Halden, Kameraüberwachung und die Umsetzung des Begrünungskonzeptes sollen zukünftig dafür sorgen, dass rasch reagiert werden kann.