Große Pläne für Donau-Center. Die 100 Jahre alten Gebäude sollen Neubau für „viadonau“, Schifffahrtsaufsicht und Polizei weichen.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:54)
Der Gebäudekomplex prägte über Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Bereichs an der Gemeindegrenze von Bad Deutsch-Altenburg und Hainburg.
Adalbert Mraz

Einige Teile des Service-Centers Carnuntum der „viadonau“ sind bereits der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Die Wasserstraßenaufsicht hat für das Areal am Donauufer nämlich große Erneuerungspläne.

Bereits im Jahr 2016 wurden baustatische und bauphysikalische Untersuchungen durchgeführt um den Zustand der „viadonau“-Gebäude zu prüfen, die sich am Bad Deutsch-Altenburger Donauufer befinden. Danach wurde eine Flächenbedarfsanalyse für einen Neubau erstellt (die NÖN berichtete).

Christopher Caspar von der viadonau erklärt dazu: „Da das Objekt aktuell nicht mehr den Unternehmenserfordernissen und dem Stand der Technik entspricht, wurden bereits vor einigen Jahren Überlegungen angestellt, das Service-Center Carnuntum zu erneuern und so zu gestalten, dass zukünftig moderne Büro- und Betriebsräumlichkeiten sowohl für ‚viadonau‘ als auch für die ‚Schifffahrtsaufsicht Hainburg‘ und die Polizeiinspektion entstehen“.

Das Projekt wurde einer technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie unterzogen. Auf dieser Grundlage wurde mit allen Beteiligten ein Funktionskonzept für die Neuorganisation des Betriebsstandortes und letztlich für einen Neubau erarbeitet. Damit fiel auch die Entscheidung für den Abriss des längst baufälligen gewordenen Betriebsobjektes. Schon im Februar wurde mit der Stilllegung aller Leitungen rund um den Baukörper der Abriss vorbereitet. Danach wurde wurde mit der Räumung der Archive, Lager und Werkstätten begonnen. Nun laufen die Abbrucharbeiten, die im Juni abgeschlossen werden sollen.

„Im nächsten Schritt wird die Fertigplanung des Neubaus, das Sanierungskonzept des verbleibenden Bestandsgebäudes, die Ausschreibung sowie Vergabe der Bauleistungen erfolgen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2022 geplant“, so Caspar.

Das Betriebsgebiet der heutigen „viadonau“ wurde Ende des 19. Jahrhunderts begründet und seit damals – je nach Anforderung – in unterschiedlichen Ausbaustufen adaptiert, erweitert und saniert. In diesem Gebäude waren Büros und Lagerräume untergebracht, lange Zeit beherbergte ein Teil des Hauses einst auch viele Arbeiter und ihre Familien. Jener Teil, in dem heute die Polizeiinspektion untergebracht ist, war früher ein Gasthaus und wurde bis in die 1980er Jahre von verschiedenen Pächtern betrieben.