Spürbarer Gegenwind für SP-Bürgermeister Wallowitsch. Am Montag hat sich der Gemeinderat konstituiert. SP-Bürgermeister Hans Wallowitsch erhielt nur 11 von 19 Stimmen.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 21. Februar 2020 (05:37)
Die neue Koalitionsspitze: Vizebürgermeister Markus Keprt, Bürgermeister Hans Wallowitsch und Umweltgemeinderat Hermann Terscinar.
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Unter dem Altersvorsitz des 71-jährigen Gemeinderates Hermann Terscinar (Wir Altenburger) – er ist seit 40 Jahren im Gemeinderat tätig – ging am Montagabend die konstituierende Sitzung über die Bühne. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit erfolgte die Angelobung der zukünftigen Gemeinderäte, darunter sieben Personen, die neu Einzug hielten (siehe unten).

Die SPÖ hält acht Mandate, die ÖVP sechs, die FPÖ zwei, das Team Altenburg zwei und die die Liste „Wir Altenburger“ eines. Schon vor zwei Wochen schlossen sich SPÖ, FPÖ und „Wir Altenburger“ zu einer Koalition zusammen. Die Bürgermeisterwahl brachte daher keine Überraschung.

Hans Wallowitsch (SPÖ) wurde allerdings nur mit elf von 19 möglichen Stimmen zum Bürgermeister gekürt. Sechs Stimmen wurden für VP-Chef Franz Pennauer abgegeben, eine für FP-Obmann Markus Keprt, obwohl diese sich gar nicht der Wahl gestellt hatten. Die angespannte Situation zwischen der Koalition und der nunmehrigen Opposition war spürbar.

Mit 17 Stimmen wurde beschlossen, dass in Zukunft fünf geschäftsführende Gemeinderäte tätig sein werden. Die Wahl von Petra Wagener (SPÖ), Robert Strasser (SPÖ), Markus Keprt (FPÖ), Franz Pennauer (ÖVP) sowie Johannes Krems (ÖVP) in den Vorstand erfolgte einstimmig. Als Vizebürgermeister wurde Markus Keprt (FPÖ) mit elf Stimmen gewählt.

VP verzichtet auf Plätze im Umweltausschuss

Mit den Stimmen der Koalition wurde ein Umwelt- und Naturschutzausschuss neu eingerichtet. Fünf Sitze sind dafür vorgesehen, die ÖVP verzichtete aber auf die Nominierung von Kandidaten. „Die Naturschutzaufgaben sind auch ohne Ausschuss zu leisten und die jährlichen Kosten in der Höhe von 3.300 Euro könnte man direkt in Projekte fließen lassen“, begründete Franz Pennauer.

Auf Vorschlag der SPÖ soll Hermann Terscinar den Ausschuss leiten, zur Seite stehen ihm Hans Wallowitsch und Petra Wagener. Mit 11 Stimmen wurde dies angenommen.