Details der Flughafen-Spange wurden in Bruck vorgestellt

Erstellt am 01. Juni 2022 | 05:07
Lesezeit: 3 Min
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Die Baupläne waren einen ganzen Nachmittag lang in der Stadthalle ausgestellt und die Projektkoordinatoren der ÖBB informierten.
Foto: Susanne Müller
Die ÖBB haben die Flughafen-Spange nun auch in Bruck vorgestellt. Grüne melden sich mit Forderungen für die Umgebung zu Wort.
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Soviel steht fest: Im Brucker Stadtgebiet wird der Bau der Flughafen-Spange einiges an Bauarbeiten mit sich bringen. Den Anfang machen die ÖBB schon an der Hottergrenze zwischen Sarasdorf und Wilfleinsdorf. In etwa dort soll nämlich eine Wildbrücke errichtet werden, die den Wildtieren das sichere Queren der künftig viergleisigen Bahnstrecke ermöglichen soll.

Grobe Umbauarbeiten wird es auch bei allen Unterführungen im Stadtgebiet geben. Sowohl jene in Wifleinsdorf als auch die in der Brucker Eisteichgasse und Viaduktgasse werden verbreitert. Bei letzteren soll es künftig auch einen Radweg geben. Fahrspur bleibt nur eine. „Auf Wunsch der Gemeinde, um nicht zusätzlichen Verkehr anzulocken“, erklärt Projektkoordinator Thomas Fröschl.

Häuser müssen nicht weichen

Baumaßnahmen, wenngleich möglichst geringe, wird es auch bei der erst wenige Jahre alten Überführung der L163 Richtung Wilfleinsdorf geben. „Das wird die nächste Planungsphase zeigen, wie massiv wir die angreifen müssen“, so Fröschl. Verbreiterungen werden auch beim Leithakanal und bei der Lagerstraße erforderlich sein. Etwas eng wird es in der Gärtnergasse, aber auch dort werde man zurande kommen. Das Gerücht, das sich zuletzt verbreitet hatte, dass dort Häuser weichen müssen, sei laut ÖBB jedenfalls unrichtig.

Massive Bautätigkeit wird dann wieder im Bereich des Frachtenbahnhofs nötig. Dort werden zusätzliche Gleise verlegt und eine Umkehranlage errichtet. „Nach dem Bunkermuseum gehen wir oben über die bestehende Ostbahn drüber und zum Umkehrplatz“, so Fröschl. Geht man nach den derzeitigen Plänen, dürften die Chancen für den von der Brucker Stadtführung geforderten zusätzlichen Bahnhof eher schlecht stehen. „Der Wunsch der Gemeinde ist noch da. Das wird noch diskutiert“, versichert Fröschl aber.

„Wir versuchen weiterhin, das Beste für die Gemeinde herauszuholen“, betont Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ).

Von den Grünen kam nach der Präsentation eine grundsätzlich positive Reaktion zum Projekt. Man begrüße den Ausbau der Schienen-Infrastruktur. „Mit diesem Projekt wird der öffentliche Personennahverkehr in der Region deutlich verbessert und gleichzeitig wird der Schienenfernverkehr in seiner überregionalen Bedeutung gestärkt“, so Grünen-Sprecher Roman Kral.

Neben der direkten Verbindung zum Flughafen sei vor allem „die Anbindung an den Bahnhof Wien Mitte besonders wichtig für unsere Region“. Klar sei aber auch, dass die jetzt schon hohe Belastung durch Lärm und Erschütterungen künftig verringert werden müsse, was durch Modernisierungen an Lärmschutz und Gleisanlagen möglich sein sollte.

Wichtig sei, so Kral, dass auch im Burgenland attraktive Anbindungen geschaffen würden und die Gemeinden durch lokale Lösungen dafür sorgen, dass die Leute früher auf Öffis umsteigen. Für Bruck und Bruckneudorf fordert Kral im Vorfeld eine „Kordon-Erhebung“, um die Verkehrsströme in der Stadt zu erfassen. „Das haben wir schon im Programm“, erklärt dazu Stadtchef Weil, dass es bereits eine Beauftragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit gebe.

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