Kunstprojekt schafft Raum fürs Erinnern. Ostöffnung und Flüchtlingskrise: Schreibworkshops und Videodrehs sollen „versteckte Geschichten aus Container befreien“.

Von Josef Rittler. Erstellt am 04. Juli 2019 (04:34)
Containerdorf in Berg wird künstlerisch aufgearbeitet.
Rittler

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wurden Geflüchtete in Containerdörfern auch in Niederösterreich untergebracht. Die Container waren Lebensraum vieler Menschen für eine bestimmte Zeit. Genauso schnell wie die Containerdörfer aufgestellt wurden, sind die meisten wieder verschwunden.

„Wir möchten uns mit einem abgebauten Container im Industrieviertel, dem ehemaligen Container in Berg, auseinandersetzen und einige der hier versteckten Geschichten befreien“, erläutern die Veranstalterinnen Iris Blauensteiner und Christine Moderbacher ihr Kunstprojekt „Container“. Für viele war die Ankunft von Flüchtlingen ein eindrücklicher und bewegender Moment, der oft in Bildern festgehalten worden ist.

Infoabend am 5. Juli

Im Zuge des Projektes soll ausgewähltes Material vorgestellt werden, um vielfältige Perspektiven zur anhaltenden Diskussion zum Thema Grenzen zu zeigen. Das Kunstprojekt findet im Rahmen des Viertelfestivals Niederösterreich statt. „Schicken Sie uns bitte Ihre Impressionen aus der Zeit 1989/90 und 2015/16 oder bringen Sie sie zu einem der Schreibworkshops mit“, ersuchen die Veranstalterinnen.

Der Infoabend für das partizipative Projekt findet am Freitag, 5. Juli, um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der Gemeinde statt. Es folgen Schreibworkshops am 5. Juli um 20 Uhr und am Donnerstag, 11. Juli , um 19 Uhr sowie individuell vereinbarte Videodrehs. Das Kunstprojekt findet seinen Abschluss am Sonntag, 21. Juli, um 17 Uhr mit einer Videoausstellung mit Lesung im Gemeindesaal.