Sensation: Urne aus Hallstattzeit im Garten gefunden

Erstellt am 04. Mai 2022 | 05:20
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Andreas Hammer (SPÖ), Peter Psota und Gemeinderat Martin Hartl (SPÖ) bei der Übergabe der Artefakte.
Foto: privat
Beim Ausheben eines Swimmingpools in seinem Garten in Berg entdeckte Peter Psota eine Urne samt Grabbeigaben aus der Hallstattzeit.
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Sensationsfund in einem Garten in der Brunnengasse: Beim Ausheben des Beckens für einen Swimmingpool entdeckte Hauseigentümer Peter Psota vor mehreren Monaten ein seltsames Gefäß und weitere archäologische Überreste.

Er informierte das Bundesdenkmalamt, das die Stücke untersuchte. Ergebnis: Es handelt sich um die Überreste einer Urnenbestattung aus der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit, von 800 bis etwa 450 v. Chr.) und eine römische Räucherschale. 

Nach der Vermessung der Fundstelle wurden die Artefakte zur Reinigung und Restaurierung weggebracht. Das Österreichische Archäologische Institut nahm eine genaue anthropologische Analyse der sterblichen Überreste aus der Urne vor.

Beigesetzt waren Knochen und Asche einer vermutlich 53-jährigen Frau (die Bandbreite der Altersbestimmung liegt zwischen 36 und 69 Jahren). In einer zweiten kleineren Schüssel waren der Verstorbenen vermutlich Speisen ins Jenseits mitgegeben worden. Weiters waren Teile einer römischen Räucherschale ausgegraben worden. 

Urne enthielt Asche und Knochen einer Frau 

Die Funde wurden von Expertin Gabriella Humer, sie arbeitet für die Abteilung für Kunst und Kultur des Landes NÖ gereinigt und restauriert. Von der Räucherschale wurde ein Replikat hergestellt, und mit einer speziellen Weihrauchsorte an Peter Psota zurückgegeben.

Der Finder reichte die Stücke an Bürgermeister Andreas Hammer und Gemeinderat Martin Hartl (beide SPÖ) weiter. Die Artefakte sollen nämlich als Dauerleihgabe im Bürgerbüro der Gemeinde in einer besonderen Glasvitrine ausgestellt werden.

„Weiters wollen wir gegenüber der Gemeinde, im Topothek-Fenster der Hauptstraße 18, Fotos und Beschreibungen der Objekte präsentieren“, erklärt Hartl. Hervorzuheben sei, dass der Finder nicht nur viel Zeit, sondern auch eine stattliche Geldsumme in die Restauration der historisch bedeutenden Objekte investiert habe.

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