2026 ist Baustart für Airport-Spange

Erstellt am 09. November 2022 | 05:36
Lesezeit: 3 Min
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So wurde der Trassenkorridor den Gemeinden heuer vorgestellt. Im Frühjahr soll bei neuerlichen Infoveranstaltungen die endgültige Trasse präsentiert werden.
Foto: Susanne Müller
Der ÖBB-Rahmenplan 2023 bis 2028 enthält konkrete Summen für die Umsetzung der Bahnverbindung Wien - Flughafen: Insgesamt geht es um fast 1,7 Milliarden.
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Im Lauf des Jahres wurde den betroffenen Gemeinden der Planungsstand und der vorläufige Trassenkorridor der ÖBB-Flughafenspange präsentiert ( die NÖN berichtete ). Die Spange soll in letzter Instanz Wien und den Flughafen mit den Städten Bratislava und Budapest verbinden. In einem ersten Schritt soll dafür die Lücke zwischen dem Flughafen und Bruck geschlossen werden, wovon auch die regionalen Pendler profitieren sollen.

Nun ist im Rahmenplan der ÖBB der Investitionsplan dafür abgesteckt. In den Jahren 2023 bis 2028 sind für die Spange insgesamt 285,6 Millionen Euro vorgesehen. Darin inkludiert sind die Kosten der Umweltverträglichkeitsprüfung, von Planung und Grundablösen und der Löwenanteil für erste Baumaßnahmen. Insgesamt sind im Rahmenplan fast 1,7 Milliarden Euro für das Großprojekt veranschlagt.

Weitere Infotermine in den Gemeinden geplant

Die NÖN fragte daher nach, wie der Stand der Dinge bei dem Vorhaben ist. „Aktuell läuft die Einreichplanung für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) soll im zweiten Quartal 2023 eingereicht werden. In der UVE wird das Vorhaben beschrieben und sämtliche Auswirkungen sowie alle Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Minimierung ungünstiger Auswirkungen werden definiert“, erklärt ÖBB-Pressesprecher Daniel Pinka. Wie schon heuer sollen auch 2023 regelmäßige Arbeitskreis-Termine mit den Gemeinden stattfinden.

Darüber hinaus sollen im kommenden Frühjahr weitere Informationsveranstaltungen in den Gemeinden abgehalten werden, um die finale Trasse zu präsentieren und einen Überblick über die weiteren Schritte zu geben. Thema soll dabei vor allem auch die UVP-Einreichung sein. Zudem soll die Einreichplanung abgeschlossen und die UVE eingereicht werden.

Nach den Fristen für die öffentliche Auflage und die Prüfung durch die Behörde, kann die sogenannte Ausführungsplanung für das Projekt beginnen. „Das gesamte Behördenverfahren kann in etwa zwei Jahre dauern“, so Pinka. Der Baubeginn ist somit für 2026 geplant.

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