Adent im Lockdown: Traditioneller Start

Adventkranz-Segnungen in den Pfarren im Bezirk Bruck läuteten Adventzeit ein. Nikolo kommt nicht überall hin.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Die Adventkranz-Segnung in der Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf wurde durchgeführt, jedoch mit Sicherheitsvorkehrungen.
Foto: Gerber Plech

Mit der Adventkranz-Segung hat in der Pfarre Maria Lanzendorf am Wochenende die Adventzeit traditionell begonnen – wenn auch mit Maske und Abstand. „Diese Zeit ist für die Menschen, aber auch für uns als Kirche wichtig“, hält Pfarrer Michele Pezzini fest. Bei aller Besinnlichkeit gelte es auch, den Menschen Freude zu bereiten, ergänzt er.

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Die kirchlichen Aktivitäten, wie Messen oder am 5. Dezember die Nikolo-Feier, auf welche sich Pezzini besonders gefreut hat, finden unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen statt. „Der Nikolo wird die Kinder um 16.30 Uhr in der Kirche besuchen und ihnen eine Überraschung mitbringen“, berichtet der Pfarrer. Andernorts bleiben Nikolo und Krampus jedoch daheim. Stattdessen riefen Gemeinden wie Fischamend, die Lanzendorfer Feuerwehr oder die Bürgerliste in Leopoldsdorf dazu auf, Nikolaus und Krampus zu zeichnen.

In der Schwechater Katastralgemeinde Mannswörth wiederum, will sich der örtliche Perchtenverein „Dark Night Devils Mandeswerde“ die Tradition nicht nehmen lassen. Unter dem Motto „Wir treiben den Virus zum Teufel“ werden Krampusse ab 19 Uhr durch Mannswörth laufen. Das gehe mit der Verordnung des Gesundheitsministeriums konform, betont Obmann Günther Meckl.

Auch ganz „Corona-konform“ wird die Pfarre Maria Lanzendorf das Treffen der Erstkommunion-Kinder durchführen. In einem Online-Meeting werden Pfarrer Michele Pezzini und Bruder Clemens Brecher mit den Kindern über die Bedeutung von Weihnachten sprechen.

Pfarren leben von „Woche zu Woche“

Schwer vom derzeitigen Lockdown geprägt, plant die Schwadorfer Pfarre unter der Leitung von Dechant Richard Kager die Adventzeit. Außerhalb der Messen, die weiterhin abgehalten werden dürfen, gibt es jedoch kaum Raum für andere Advent-Feierlichkeiten erklärt Pfarrsekräterin Melanie Moser: „Auf alle Fälle bis zum Ende des Lockdowns dürfen wir bloß die Messen abhalten. Andere Feiern sind nicht geplant.“

Ähnlich wie in anderen Gemeinden gab es jedoch eine Segnung der privaten Adventkränze. Abwechslung ist hingegen am 5. Dezember garantiert, wenn Nikolo und Krampus die Messe in Schwadorf besuchen. Auf NÖN-Nachfrage, wie es nach dem Lockdown weiter geht, ist Moser unsicher: „Wir leben derzeit von Woche zu Woche. Deshalb wissen wir noch nicht, wie schlussendlich die Regelungen zu Weihnachten aussehen werden.“

In Leopoldsdorf fiel, wie in nahezu allen anderen Gemeinden, der Adventmarkt aus. Doch dort gibt es normalerweise die Möglichkeit, dem Christkind einen Brief zu schicken. Doch die ÖVP um Obmann Peter Gaumannmüller hat sich eine Alternative einfallen lassen: Der Briefkasten für die Wünsche ans Christkind steht noch bis 10. Dezember beim Billa-Markt. Die gesammelten Briefe wird Gaumannmüller dann in den jeweiligen Briefkasten der Familie einwerfen.

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