Erstellt am 16. Januar 2017, 14:05

von NÖN Redaktion

AK holt 21.000 Euro für Lieferanten heraus. AK Niederösterreich-Präsident Wieser: Hohe Anzahl an offenen Überstunden und Forderungen nicht bezahlt

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Ein 34-jähriger Disponent aus dem Bezirk Bruck an der Leitha versorgte jahrelang Kunden mit Ersatzteilen für Hubstapler und Baugeräte. Er erarbeitete sich dadurch Provisionen und dutzende Überstunden, die ihm allesamt nicht bezahlt wurden. Als er auch noch zu Unrecht gekündigt wurde, wandte er sich an die Arbeiterkammer. Es ging dabei um eine ungewöhnlich hohe Summe. „Wir haben für den Betroffenen fast 21.000 Euro vor Gericht erkämpft“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.  

Jahrelang leistete der 34-Jährige korrekte Arbeit, stets war er zu Überstunden und Zusatzleistungen bereit. Die ihm dafür zustehenden Gelder bekam er jedoch monatelang nicht ausbezahlt. Mehr als 120 Überstunden und rund 14.100 Euro an Provisionen waren offen, als er plötzlich aus heiterem Himmel gekündigt wurde.

Klugerweise hat sich der Disponent das nicht gefallen lassen, sondern die Hilfe der Arbeiterkammer Niederösterreich gesucht. Da eine direkte Vermittlung beim Arbeitgeber wenig einbrachte, wurde der Weg zum Arbeits- und Sozialgericht beschritten. Durch den kostenlosen Rechtsschutz wurde der Niederösterreich in seiner Angelegenheit vor Gericht vertreten. Am Ende wurden dem Mann 20.900 Euro zuerkannt. „Das zeigt einmal mehr, wie wichtig der Rechtsschutz der Arbeiterkammer ist. So ist es möglich, dass berechtigte Ansprüche der Arbeitnehmer auch vor Gericht durchgesetzt werden können", so Wieser.