Aus für Corona-Massnahmen: „Ich bin keine Polizistin“

Erstellt am 23. Februar 2022 | 05:03
Lesezeit: 3 Min
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Irmgard Horn ist froh, dass sie in ihrer Wollstube in Bruck bald keine Kontrollen mehr durchführen muss.
Foto: Josef Rittler
Unternehmer und Gastrobetriebe im Bezirk Bruck freuen sich über die Öffnungen.
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Mit 5. März fallen so gut wie alle verordneten Covid-Maßnahmen. Ob das letztendlich tatsächlich eine Rückkehr zur sogenannten Normalität bringen wird, darüber scheiden sich die Geister. Erfreut sind aber die meisten über die Öffnungen. So sieht ihnen etwa Michael Petschka, Geschäftsführer des Restaurants „Joseph“ in Bruckneudorf, positiv entgegen.

„Es liegen sehr schwere Zeiten hinter uns. Wir freuen uns über die Öffnungen und hoffen auf Normalität, auch in Hinblick auf den Verdienst, da wir nach wie vor in Kurzarbeit sind. Ich persönlich freue mich darauf, am Abend wieder nach Hause zu kommen und von der Arbeit müde zu sein.“

Sehr erleichtert sei er auch über das Fallen der Maskenpflicht. „Aber eine gewisse Skepsis bleibt bestehen, ob die Öffnungsschritte und ,Freiheiten‘ funktionieren werden. Trotzdem freuen wir uns alle, dass endlich wieder etwas zu tun sein wird.“

Strickerinnen sind eben sehr entspannt

Erfreut über das Ende der 2G-Kontrollen im Handel zeigt sich Unternehmerin Irmgard Horn von der „Wollstube Horn“ in Bruck: „Ich bin vor allem glücklich, nicht mehr kontrollieren zu müssen, schließlich bin ich ja keine Polizistin.“ Die Kundinnen seien aber grundsätzlich entgegenkommend gewesen und hätten ihren 2G-Nachweis gleich hergezeigt. „Strickerinnen sind eben sehr entspannt“, sagt Horn.

Die Woll- und Geschenkestube bietet verschiedene Wollarten, Qualitätsgarne und eine Auswahl von Kurzwaren an. Der Umsatz sei während der Pandemie zurückgegangen, vielleicht bessere sich die Lage nach den Lockerungen. Dass die Maskenpflicht fällt, sei auch zu begrüßen. „Ich persönlich vertrage die Maske nicht gut, bin aber ein Mensch, der ohnehin Abstand hält“, so Horn. Ihr Motto: „Impfen, Abstand, Hände waschen“.

Die Freude, dass nun wieder Schritte in Richtung Normalität gemacht werden können, ist auch bei Karin Reischl-Bierschok groß. Die Wirtin des „Maria Lanzendorfer-Hofs“ in Maria Lanzendorf berichtet, dass sich die Gäste über die baldigen Veränderungen „höchst erfreut“ zeigen. „Und natürlich auch wir als Gastgeber sind froh darüber, dass nun entsprechende Lockerungen kommen werden.“

Hatten sehr viele Leerzeiten

Man habe zwar im Maria Lanzendorfer-Hof den Betrieb stets und nach den durch die Maßnahmen gegebenen Möglichkeiten – unter anderem mit Abholservice – aufrechterhalten, aber letztlich sei jeder Öffnungsschritt willkommen, so die Gastwirtin. „Es war eine anstrengende Zeit und wir werden uns im März mal vier Tage Urlaub gönnen. Dann sind wir wieder so richtig erholt und für unsere Gäste da.“

Veranstaltungen stehen für den Musikverein Sommerein vorerst nicht an, stattdessen gehen die Proben nach der Winterpause los. „Wir hatten sehr viele Leerzeiten“, beschreibt Obmann Johannes Tatzber die Situation der letzten Monate. Auch das Herbstkonzert, das mit der probenintensivsten Phase einhergeht, musste letztes Jahr abgesagt werden. Größte Challenge wird nun sein, alle Musiker zu motivieren. „Wir müssen beim ein oder anderen wieder die Leidenschaft für Musik wecken“, so Tatzber.

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