Coronavirus: Bisher gab es nur Verdacht. Die ersten Testungen im Bezirk Bruck verliefen negativ. Ärzte: Kein Grund zu Panik.

Von Max Stepan, Otto Havelka und Susanne Müller. Erstellt am 04. März 2020 (03:57)
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Im Dezember erkrankten die erstenMenschen in China am neuen Coronavirus.Inzwischen gibt es auch schon Fälle inÖsterreich.
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Gänzlich unberührt ist auch der Bezirk von der Coronavirus-Thematik nicht mehr. Erste Verdachtsfälle wurden auch hier bereits untersucht.

In der Ordination des praktischen Arztes Anton Moritz in Fischamend hat sich etwa bereits eine Person telefonisch gemeldet, die angenommen hatte, dass sie Symptome des Coronavirus aufweist. „Die Person hat richtig gehandelt, im Zweifelsfall sollte man beim Hausarzt anrufen“, betont Anton Moritz. Daraufhin wurde sie im Landesklinikum Mödling auf das neuartige Virus getestet, der Test verlief aber negativ. „Regelmäßiges Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel ist derzeit der beste Schutz vor dem Virus“, erklärt Moritz.

Er rechne damit, dass es in Österreich weitere Fälle geben wird, dies sei aber noch kein Grund zur Panik oder sogenannte Hamsterkäufe zu tätigen: „Derzeit besteht keine Gefahr, dass österreichische Orte oder Städte komplett in Quarantäne geraten.“ Eine größere Gefahr gehe laut Moritz derzeit von der Influenza aus, da es weitaus mehr Fälle der Krankheit gibt: „Ich kann jedem nur empfehlen, sich gegen die Grippe zu impfen.“ Erfreut zeigt sich Moritz über den Anstieg der Grippeimpfungen in der Stadtgemeinde Fischamend. Die Gemeinde übernimmt für alle Einwohner die Kosten des Impfstoffes.

Auch Peter Parizek, praktischer Arzt in Margarethen am Moos, ist in seiner Praxis schon mit einem Verdachtsfall konfrontiert gewesen. Die Patientin war zuvor in Mailand unterwegs. Nach einem Test gab’s jedoch Entwarnung.

„Es gibt vor allem telefonisch vermehrte Anfragen wegen des Corona-Virus“, berichtet Parizek, „von einer Hysterie kann man aber nicht sprechen.“

Seiner Meinung nach seien vor allem ältere Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Lungenkrankheiten, etc. gefährdet. Das sei aber bei der Influenza, also der echten Grippe, nicht anders. Und an der sterben jährlich wesentlich mehr Menschen, obwohl es eine Impfung gäbe. Parizeks persönlicher Schluss: „Ich fürchte mich vor dem Coronavirus nicht.“

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