Einbrüche wie am Fließband verübt

Erstellt am 04. August 2022 | 05:29
Lesezeit: 2 Min
Gericht Prozess
Foto: shutterstock.com
Wegen 44 Einbruchdiebstählen in den Bezirken Bruck an der Leitha und Neusiedl am See hatte sich ein Slowake vor Gericht zu verantworten. Schuldig bekannte er sich in 13 Fällen.
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Eine etwas verwirrende Gemengelage hatte Richterin Anna Wiesflecker in einem Fall von schwerem gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahl in 44 angeklagten Fällen aufzulösen. Der slowakische Angeklagte (44) machte es ihr da auch nicht leichter, da er sich immer wieder zu anderen Fakten geständig zeigte und signalisierte: „Ich hab kein Problem zu gestehen.“ Das hatte sein bereits verurteilter Komplize (38) auch nicht, doch auch er widersprach sich in seiner geständigen Verantwortung.

Hatte er bei seinem eigenen Prozess noch ausgesagt, dass sie alle Taten – hauptsächlich in den Bezirken Bruck an der Leitha und Neusiedl am See – zusammen begangen hätten, so wollte er jetzt auch einige allein begangen haben. Was sich bei drei Anklagepunkten deckte, bei denen der 44-Jährige nicht dabei gewesen sein kann, weil er in Haft saß. Die restlichen 41 Taten im Zeitraum von Mitte September bis etwa 15. Oktober letzten Jahres ging Wiesflecker Punkt für Punkt durch.

Bei 13 Vorwürfen bekannte sich der Angeklagte letztlich schuldig, 18 Diebstähle von Fahrrädern bis Buntmetall wollte er allerdings nicht begangen haben – und bei zehn wusste er es schlicht nicht mehr. Dem eigenen Muster, nachdem er die Geständnisse ablegte, „da wo mein Handy eingeloggt war“, folgte er auch da nicht konsequent. Wiesflecker zitierte eine in Auftrag gegebene Rufdatenauswertung, wonach da noch der eine oder andere Fall offen war, bei denen er nur wenige Meter entfernt eingeloggt war.

Alles in allem war es also kein einfacher Fall: Die Richterin vertagte zum ersten Mal in ihrer Karriere für die Urteilsverkündung.

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