Jugendarbeit verlässt den virtuellen Raum. Nach den Einschränkungen durch die Coronakrise sind nun wieder persönliche Beratungen möglich und Zentren geöffnet.

Von Susanne Müller. Erstellt am 15. Juni 2020 (05:45)
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Im Juze im Bruckmühlpark sind derzeit aufgrund des geringen Platzes noch keine normalen Öffnungszeiten möglich.
Müller

Die Jugendarbeit im Römerland Carnuntum war in den letzten Monaten wie viele andere Bereiche auch auf die virtuelle Sphäre beschränkt. Die Jugendzentren mussten aufgrund der Coronakrise geschlossen werden. Dennoch hielten die Jugendbetreuer so gut es ging den Kontakt mit den Jugendlichen aufrecht und waren auch telefonisch immer für sie erreichbar.

Nun kann die Jugendberatung aber wieder (fast) in gewohnter Form stattfinden. „Wir sind wieder in den Beratungsstellen und auch auf der Straße unterwegs“, sagt Michaela „Mimi“ Siebert, Jugendbetreuerin im Römerland Carnuntum, die sich durchaus froh darüber zeigt, dass wieder einigermaßen Normalität einkehrt. „Wir waren immer virtuell erreichbar. Das hat am Anfang gut funktioniert, mit der Zeit ist es aber zum Teil schon schwierig geworden“, erzählt Siebert. Und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen seien die Jugendlichen zum Teil irgendwann der permanenten Nutzung der virtuellen Welt überdrüssig geworden. Zum anderen sei es auch an banaleren Dingen gelegen, etwa an einer schlechten Internet-Verbindung. „Wir haben es aber trotzdem geschafft, mit vielen Kontakt zu halten. Es hat gut funktioniert und wir haben viel gelernt“, ist Siebert zufrieden. Schließlich musste man von einem Tag auf den anderen auf digitale Jugendarbeit umstellen.

„Der persönliche Kontakt ist aber schon auch sehr wichtig. Wenn jemand traurig ist, und man ihn nicht umarmen kann, dann fehlt einfach etwas“, so Siebert.

Das elfköpfige Team der Jugendbetreuer ist nun wieder für Beratungen verfügbar. Wo die Räumlichkeiten groß genug sind, seien auch die Jugendzentren wieder geöffnet. „Das ist in Bruck leider schwierig, weil die Räumlichkeiten zu klein sind“, erklärt Siebert, dass man hier derzeit nur mobil im Einsatz sei. „Beratungsgespräche sind aber natürlich möglich“, so Siebert. Das gelte auch für die „Mama & Mia“-Beratungsstelle.

Alle Infos zu den Öffnungszeiten der Jugendzentren und Beratungsstellen sind auf Facebook und Instagram zu finden.