Kein Verständnis für Gastro-Sperre

Anders als im angrenzenden Burgenland gilt der Lockdown für die Gastronomie und Hotellerie in Niederösterreich noch eine Woche länger. Bei den Gastronomen im Bezirk Bruck hält sich das Verständnis dafür in Grenzen. Es würde ohnehin streng kontrolliert.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 05:28
Lesezeit: 2 Min
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Martina Deakova, Bettina Huber, Katharina Hofstädter und Silvia Ruppitsch im „Livios-Gartencenter“.
Foto: privat

„Ich verstehe es nicht, dass die Gastronomie länger geschlossen bleibt“, sagt Bettina Huber, Chefin von „Livios - Café.Restaurant.Gartencenter“ in Hainburg. Das Risiko sei nicht größer als im Handel.

„Bei uns ist immer stark kontrolliert worden, alle Maßnahmen wie die 3G- oder dann die 2G-Regel oder die Maskenpflicht sind bei uns stets umgesetzt worden“, so Huber. Während des Lockdowns wurde wieder ein Take-Away-Service eingerichtet. „Das Essen kann man bei uns auch sonst immer mitnehmen, aber ein Restaurant- oder Kaffeehausbesuch ist schon etwas Anderes.“

Ab Freitag geht das „Livios“ wieder in den Normalbetrieb. „Das ist wichtig, weil die Kombination aus Gartencenter und Gastronomie gut funktioniert, manche Kunden gehen essen und schauen dann ins Gartencenter, andere kaufen dort ein und holen sich danach einen Kaffee“, erklärt Huber. „Auch die Möglichkeit, am 19. Dezember offen zu halten, nehmen wir mit und sperren von 9 bis 17 Uhr auf“. Am 24. Dezember werden Restaurant und Gartencenter von 8 bis 14 Uhr geöffnet sein.

Take-away kein Ersatz für normales Geschäft

Ganz ähnlich sieht das Andreas Kurz aus Gramatneusiedl. Er betreibt seit Juli sein Pop-Up-Lokal im Gramatneusiedler Gemeindezentrum. Im November musste er erstmals Corona-bedingt zusperren. Während des Lockdowns gab es auch bei Kurz das Angebot, Essen abzuholen.

Ein Ersatz für das normale Geschäft sei das aber nicht gewesen, erklärt der Gastronom: „Uns hat der Lockdown hart getroffen, denn im Winter haben wir ohnehin weniger Gäste als im Sommer erwartet. Nun mussten wir auch noch dazu zusperren.“ Über die verspätete Öffnung für die Restaurants in Niederösterreich zeigt sich Kurz verwundert. Für ihn zählt die Gastronomie ohnehin zu den Bereichen, wo am stärksten kontrolliert wird. „Wir kontrollieren bei jedem Gast den entsprechenden Nachweis. Die Gastro ist auch bekanntlich kein Infektionsherd, aber das Gesetz ist zu akzeptieren und wir freuen uns über die Öffnung.“