Kontrolle: Ausrüstung für Winter besser als im Vorjahr

Asfinag überprüfte mit der Polizei auf der S1 im Bezirk Bruck die Winter-Ausrüstung der Lkw. Jeder Siebente wurde beanstandet.

Erstellt am 15. November 2021 | 04:41
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Die Polizei kontrollierte neben den Winterreifen auch die Schneeketten.
Foto: Asfinag

Seit 1. November gilt wieder die verpflichtende Winterausrüstung für Lkw. An mehreren Stellen von der Westautobahn bis zur A5 im Weinviertel wurde in der Vorwoche von der Polizei mit der Asfinag kontrolliert. So auch entlang der S1 Wiener Außenring Schnellstraße, einerseits mit mobilen Streifen, andererseits am Lkw-Stellplatz bei der Raststation Rannersdorf.

Das Ergebnis: Von den kontrollierten 991 Lkw waren knapp 90 Prozent mit der vollen, gesetzlich vorgeschriebenen Winterausrüstung, Schneeketten inklusive, unterwegs. Auf 141 Lkw waren zwar auf den Antriebsrädern Winterreifen montiert, Ketten wurden jedoch entweder nicht mitgeführt, oder waren unbrauchbar.

Schlechte Ausrüstung ist kein Kavaliersdelikt

Chefinspektor Erwin Weidinger, seines Zeichens Fachbereichsleiter Kraftfahrwesen/Güterverkehr: „Glücklicher weise ist die Ausrüstungs-Moral im Vergleich zum vergangenen Jahr wieder besser geworden.“ Immer wieder komme es bei winterlichen Fahrbedingungen zu folgenschweren Ereignissen, weiß Weidinger: „Eine schlechte Winterausrüstung ist kein Kavaliersdelikt, das gilt für alle Fahrzeuge. Gerade schleudernde oder hängende Lkw stellen ein hohes Risiko dar.“ Derartige Ereignisse haben immer auch Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und sie erhöhen die Unfallgefahr.

„Für uns sind diese Auftakt-Kontrolle sowie die laufenden Überprüfungen durch die Polizei sehr wichtig. Schwarze Schafe werden aus dem Verkehr gezogen und die Verkehrssicherheit erhöht“, ergänzt Heimo Maier-Farkas, Leiter des Asfinag-Autobahnbetriebes, der betont: „Jede Behinderung auf der Strecke trifft auch unsere Räumfahrzeuge. Können wir den Schnee nicht wegräumen, kann das massive Auswirkungen haben.“

Die Missachtung der Winterausrüstungspflicht wird daher mit hohen Strafen geahndet. Für fehlende Schneeketten und/oder Winterreifen werden 300 Euro Sicherheitsleistung für den Lenker und zusätzlich 300 Euro für den Firmenbesitzer fällig.