Leergekaufte Regale in den Geschäften. Vom Nahversorger bis zur Supermarkt-Kette: Die Menschen wollen auf Nummer sicher gehen und legen Vorräte an.

Von Nicole Frisch und Susanne Müller. Erstellt am 04. März 2020 (03:26)
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Hamsterkäufe an der südlichen Ostküste der USA
Symbolbild
APA (AFP)

Das Coronavirus bringt mittlerweile auch im Bezirk viele dazu, sich Lebensmittelvorräte anzulegen. Das zeigte sich unter anderem in den Adeg-Filialen des Trautmannsdorfer Geschäftsmannes Walter Schmutterer. „Am Mittwochnachmittag hatte ich auf einmal den doppelten Umsatz, es wurde die doppelte Menge gekauft“, erzählt er im Gespräch mit der NÖN.

Vor allem Konserven, Teigwaren und andere Produkte, die länger haltbar sind, werden verstärkt gekauft. Ausverkaufssituation bestünde laut Schmutterer aber noch keine. „Man muss schneller reagieren und nachordern. Denn wenn die Regale leer sind, entsteht noch mehr Panik“, betont er.

Schmutterer empfiehlt allgemein, bestimmte Produkte zu Hause auf Lager zu haben. Grund, in Panik zu geraten, bestehe aus seiner Sicht derzeit aber nicht.

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Walter Schmutterer erkennt eine stärkere Nachfrage nach haltbaren Produkten.
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Auch in den größeren Supermarkt-Ketten waren die Hamsterkäufe in den letzten Tagen schon deutlich sichtbar. So manches Nudel-, Konserven- oder Mehl-Regal war nahezu leergeräumt. „Wir verzeichnen seit Montagmittag verstärkte Käufe von länger haltbaren Lebensmitteln, wie zum Beispiel Reis, Mehl, Nudeln, Dosen, Trockensuppen. Unsere Lagerhäuser sind gut bestückt. Wir haben nun auch unsere Nachlieferungen in die Märkte verstärkt, sodass diese gut mit Nachschub versorgt werden“, bestätigte etwa auch Spar-Sprecher Hannes Glavanovits den Eindruck, dass sich die Kunden mit allem eindecken dürften, was einigermaßen haltbar ist.

Ähnliches verzeichnete man auch bei den Geschäften der Rewe-Group, wie Billa und Merkur: „Aktuell bemerken wir eine verstärkte Nachfrage bei Grundnahrungsmitteln wie etwa Nudeln, Konserven und weiteren haltbaren verpackten Waren. Die REWE Group in Österreich ist auf diese verstärkte Nachfrage gut vorbereitet und kann entsprechende Mengen rasch bereitstellen.“