Ansturm auf die Grippe-Impfung. Sowohl in der Apotheke als auch beim Hausarzt, die Nachfrage nach der Influenza-Impfung im Bezirk Bruck an der Leitha ist heuer so groß wie nie.

Von Otto Havelka. Erstellt am 23. September 2020 (04:45)
Peter Parizek, praktischer Arzt in Margarethen am Moos, berichtet von einem regelrechten Ansturm auf die Grippe-Impfung.
Havelka

Mit einem Ansturm auf die Grippeimpfung rechnet Alexandra Frey von der Apotheke „Zur heiligen Dreifaltigkeit“ in der Brucker Kirchengasse. „Man kann definitiv von einem Boom sprechen, wir haben seit August mindestens doppelt so viele Anmeldungen.“ Der Impfstoff wird Anfang bis Mitte Oktober gestaffelt ausgeliefert, es kann zu Engpässen kommen. „Impfen lassen sollten sich alle Kunden ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetiker oder Asthmatiker“. Sie können einfach in die Apotheke kommen, dort ist wie gehabt der Impfstoff zum Aktionspreis erhältlich.

Peter Parizek, praktischer Arzt in Margarethen, hat ebenfalls noch nie so viele Anmeldungen für die Grippeimpfung gehabt wie heuer. Impfstoff hat er bereits bestellt. Bekommen habe er bislang noch nicht die gesamte bestellte Menge.

Grippe-Impfung ist gefragter denn je

Die Grippewelle fängt meist im November irgendwann an. Daher sei es empfehlenswert, sich ab Mitte bis Ende Oktober impfen zu lassen. Parizek rechnet eher damit, dass es heuer weniger Grippekranke geben könnte. Schließlich würden die verordneten Hygienemaßnahmen gegen Covid auch gegen die Grippeviren helfen. Aber natürlich empfiehlt er jedem, sich dennoch impfen zu lassen. Impfen lassen kann sich jeder, auch Schwangere. Kleinkinder werden mit einem Nasenspray anstelle der Spritze geimpft.

Außerdem spricht sich der Mediziner dafür aus, dass Coronatest künftig auch bei Hausärzten angeboten werden können – und zwar auf Rechnung der Krankenkasse. Dafür bräuchte es freilich eigene „Infektionsstunden“ oder abgetrennte Räumlichkeiten, um bei einer etwaigen Infektion eine Ansteckung zu verhindern.

In der Stadtgemeinde Fischamend gibt es auch heuer wieder die Grippeimpfaktion. Dabei übernimmt die Gemeinde die Kosten für den Impfstoff für die Fischamender Bevölkerung. Lediglich die Impfgebühr ist beim Arzt zu bezahlen. Der Grippeimpfstoff wird von der Stadtgemeinde über die Apotheke bestellt und bezahlt. Die Abgabe erfolgt über die ansässigen praktischen Ärzte sowie den Kinderarzt. „Die Kosten für die Grippeimpfaktion betragen rund 8.000 Euro, das ist im Budget gedeckt“, erklärt Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM).

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