Corona-Krise schränkt auch bei Bestattungen ein. Das Totengedenken kann heuer im Bezirk Bruck an der Leitha wegen der Pandemie nicht so ablaufen wie normal. Auch Trauerfeiern im kleinen Rahmen.

Von Josef Rittler. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:44)
Sogar auf das Totengedenken zu Allerheiligen und Allerseelen hat die Coronakrise Einfluss.
Gleiss

Die ersten beiden Novembertage sind normalerweise Tage des Totengedenkens. Auch hier wird allerdings heuer der Coronapandemie Tribut gezollt. Wo die offiziellen Kranzniederlegungen nicht schon abgesagt wurden, werden sie heuer nur im ganz kleinen Rahmen stattfinden.

Doch auch Organisation und Ablauf von Bestattungen sind von der Coronakrise stark betroffen. „Gerade zur Zeit des Lockdowns war die Verabschiedung sehr eingeschränkt“, berichtet Werner Eissler von der Bestattung H. Müllner in Hainburg, die auch in Fischamend und Kittsee vertreten ist. Zwar seien derzeit bis zu hundert Trauergäste erlaubt, aber die Abstandsregeln in Kirchen und Aufbahrungshallen setzten der Zahl der Teilnehmer ohnehin Grenzen.

„Als besonderen Service stellen wir vor Kirche oder Aufbahrungshalle einen kleinen Tisch mit Desinfektionsmittel, Gummihandschuhen und Feuchttüchern auf“, erklärt Eissler. Der Ablauf einer Bestattung sei oft von den kirchlichen Corona-Vorgaben abhängig. „So wird zwar in manchen Gemeinden vorgebetet, Chor gibt es aber keinen.“ Verzichtet wird auf den Brauch, Erde auf den Sarg zu werfen. Da gehe die Schaufel von Hand zu Hand, das erhöhe das Ansteckungsrisiko. Jetzt seien es meist Blumen, die ins Grab gelegt würden.

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