Hotels hoffen auf Wiederauferstehung zu Ostern. Betriebe sind bereit, Auslastung im Bezirk Bruck wird aber noch länger niedrig bleiben.

Von Gerald Burggraf, Josef Rittler und Raimund Novak. Erstellt am 25. Februar 2021 (05:12)
Michaela Gansterer-Zaminer hofft auf einen Neustart um Ostern für ihren „Goldenen Anker“ in Hainburg.
Rittler

Rund um Ostern könnte es nicht nur für die Gastronomie, sondern auch die Hotelbranche heißen: Wir haben geöffnet. Michaela Gansterer-Zaminer, Inhaberin des Hotels „Zum Goldenen Anker“ in Hainburg, kann sich vorstellen, dass „wir zumindest in der Karwoche aufsperren können“. Die Nachfrage sei da.

„Ab Mitte Mai sind wir jetzt schon zu mehr als 50 Prozent ausgebucht.“ Derzeit beherberge man zwei Geschäftsreisende aus Tirol und Deutschland.

„Es ist natürlich aufwendig, alles vorzubereiten, Geschäft ist das keines. Aber wir haben einen Familienbetrieb, ich wohne im Haus, bin gerne Gastgeberin und kann mich selbst um vieles kümmern, etwa das Frühstück.“ Im Schnitt hätten die Hotelbetriebe in Schwechat und Umgebung zwölf Prozent ihres Normalumsatzes gemacht, weiß Doris Reinisch. Die Inhaberin des gleichnamigen Hotels in Mannswörth betont, dass ohne Finanzhilfe durch den Staat und neuen Krediten ein Überleben nicht möglich wäre. Sie ist überzeugt, dass die Branche in der Region auch künftig den Gürtel enger schnallen muss.

„Eine Auslastung wie früher wird es nicht mehr geben“, so Reinisch. Firmen würden Videokonferenzen nutzen und ihre Mitarbeiter nicht mehr für ein Meeting um die Welt fliegen lassen.

Nur Öffnung verhindert größere Schäden

Christine Trischitz, die erst vor einem Dreivierteljahr den Betrieb im „23 Hotel“ in Rauchenwarth startete, fehlen zwar die Vergleichszahlen, aber: „Von befriedigend kann man nicht sprechen.“ Die Hotelchefin sehnt sich zunehmend nach Lockerungen für die Branche. „Die Pandemie ist ein Ereignis, das niemand voraussehen konnte, aber die Wiedereröffnung ist längst fällig. Nur so kann man größeren Schaden verhindern“, ist Trischitz überzeugt.