Massentest-Ablauf war überall reibungslos. Etwas mehr als 38.000 Bürger aus dem Bezirk Bruck/Leitha ließen sich am Wochenende testen. 40 davon waren unwissentlich positiv.

Von Gerald Burggraf, Otto Havelka, Josef Rittler und Susanne Müller. Erstellt am 16. Dezember 2020 (04:45)
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Müller

Der Kraftakt der Gemeinden ist geschafft, die erste Runde der Massentests ist absolviert. Die Gerüchte mehren sich, dass es im Jänner zu einer Wiederholung kommen wird.

Organisatorisch hat die Feuerprobe so gut wie überall gut geklappt. Bezirksweit ließen sich 38.192 Personen auf das Coronavirus testen. Infiziert, aber unwissentlich weil symptomlos, waren 40 Getestete. Das entspricht in etwa dem Verhältnis von Testungen und positiven Fällen auch in den umliegenden Bezirken.

Für einen kurzen Zeitraum können wir zum Glück eine große Zahl an Freiwilligen stellen. Für einen längeren würde die Sache schon schwieriger.“ Florian Schodritz, Sprecher beim Roten Kreuz Bruck

Bei einem Lokalaugenschein in der Bezirkshauptstadt Bruck war am Samstagvormittag jedenfalls kaum Wartezeit bei den Teststraßen im Rathaus und im Stadttheater. „Bei jeder Teststraße haben wir zwei Freiwillige für die Vor- und zwei für die Nachbearbeitung. Den Test selbst führt das Rote Kreuz durch“, sagt Brucks Stadtamtsdirektor Mattias Hirschmann. Insgesamt hat die Stadtgemeinde 40 freiwillige Helfer für die Aktion zusammengetrommelt. Die Teststraßen im Stadttheater betreute wie schon bei den Lehrertests in der Vorwoche die Auslandseinsatzbasis-Kaserne Götzendorf.

Das Rote Kreuz war am Wochenende im Bezirk mit gut 100 Mitarbeitern bei den Tests im Einsatz. Der Regelbetrieb habe darunter nicht gelitten, betont Brucks Rot-Kreuz-Sprecher Florian Schodritz. „Für einen kurzen Zeitraum wie diesen können wir zum Glück eine große Zahl an Freiwilligen stellen. Für einen längeren Zeitraum würde die Sache schon schwieriger“, hält Schodritz fest.

Ein großes Lob spricht Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) den freiwilligen Helfern von Rettung und Feuerwehr sowie ihrem Organisationsteam im Rathaus aus. „Es hat alles hervorragend funktioniert“, hält die Stadtchefin fest. Davon konnte sie sich selbst bei ihrer Tour zu allen fünf Standorten selbst überzeugen. „Obwohl die zwei Tage sehr anstrengend waren, habe sich alle die gute Laune bis zum Schluss bewahrt“, betont Baier. Das habe sicher geholfen, dass sich die Getesteten wohlgefühlt hätten – davon zeugen jedenfalls zahlreicher positive Rückmeldungen. Mit der Teilnehmerzahl von knapp 5.000 Schwechatern, was etwa einem Drittel jener entspricht, die an den Tests teilnehmen hätten können, ist die Bürgermeisterin zufrieden. Sollte es zu einer zweiten Runde kommen, glaubt sie, dass der gelungene Ablauf den ein oder anderen Daheimgebliebenen motivieren könnte, sich dann im Jänner testen zu lassen.

In Hainburg waren über hundert Mitarbeiter, darunter 33 Mitglieder der Feuerwehr, an der Durchführung der Tests beteiligt. „Die Organisation hat geklappt, es hat mich überrascht, dass sich so viele Bürger testen ließen. Es sollten aber beim nächsten Mal noch mehr sein“, resümiert Bürgermeister Helmut Schmid (ÖVP). Dass der Ablauf ohne Probleme vonstatten ging, sei nicht zuletzt den vielen freiwilligen Helfern zu verdanken.

Auch in Petronell-Carnuntum ist laut Bürgermeister Martin Almstädter (SPÖ) alles nach Plan gelaufen: „Bei uns ist alles reibungslos über die Bühne gegangen. Aufgrund der unbedingten Barrierefreiheit wurde als Testort das Kulturhaus genutzt. Der Büchereiverein Marc Aurel stellte uns Teile seines Equipments zur Verfügung“.

Ähnlich zufrieden zeigte sich auch Ebergassings Bürgermeister Roman Stachelberger (SPÖ) mit dem Ablauf der Massentests in seiner Gemeinde: „Es ist alles reibungslos abgelaufen. Dank der vielen freiwilligen Helfer war alles sehr locker. Pro halbe Stunde wurden jeweils fünfzig Personen zum Test ins Volksheim eingeteilt, und musste niemand vor der Türe warten.“

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