Mundschutz bleibt in den höheren Schulen Wegbegleiter . Die beiden Gymnasien des Bezirks und die Brucker Handelsakademie wollen in Sachen Corona im Herbst auf Nummer sicher gehen.

Von Sophie Müller und Gerald Burggraf. Erstellt am 02. September 2020 (03:45)
Im Brucker Gymnasium und in der HAK/HASCH hat man sich auf das neue Schuljahr und etwaige nötige Coronamaßnahmen vorbereitet.
Müller

A, B, C, D, E, F, G, H – so viele erste Klassen wird es im kommenden Schuljahr im Schwechater Gymnasium geben. Damit sind es nach Jahren wieder acht Klassen mit insgesamt 200 neuen Schülern.

Oberste Priorität wird es am Schulanfang sein, den Neo-Gymnasiasten digitale Kompetenz zu vermitteln. „Das haben wir aus dem letzten Schuljahr gelernt. Die Schüler der ersten Klassen werden rasch auf die in der Schule genutzten digitalen Plattformen eingeschult“, hält Direktor Heinz Lettner fest.

Das sei die Basis dafür, dass alle Schüler auf einen etwaigen Lockdown und damit verbundenes „Distance Learning“ (Lernen auf Distanz) vorbereitet seien. Insgesamt sieht Lettner sein Gymnasium gut gerüstet. Mit 1.065 Schülern in 44 Klassen sowie 105 Lehrern ist ein striktes Konzept unumgänglich. „Wir haben uns daher entschlossen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der Klassen beizubehalten“, erläutert der Direktor. Obwohl dies gar nicht mehr vorgeschrieben wäre.

Krisenteam stellte Coronaplan auf

Mit ebenfalls fast so vielen ersten Klassen, nämlich sieben, startet das Brucker Gymnasium ins neue Schuljahr. Insgesamt zählt man dort „186 Erstklässler/innen, auf die wir uns schon sehr freuen“, erzählt Direktorin Sabine Puchinger. Auch beim Lehrpersonal wird es einige Änderungen geben. Zum einen haben sich zwei Lehrer in die Pension verabschiedet, dafür wurde der Lehrkörper mit zehn Neuzugängen aufgestockt.

Ein 12-köpfiges Coronakrisenteam hat sich formiert, um die Schule auf den Herbst vorzubereiten. Auf Basis der ministeriellen Vorgaben seien konkrete Hygienemaßnahmen für das Brucker Gymnasium erstellt worden. Dazu gehören unter anderem Einbahnregelungen in den Gängen, möglichst wenig Durchmischung und alle anderen Maßnahmen des Hygienehandbuches. Außerdem wolle man den Schülern auch Halt geben. „Wir verstehen die Klasse als ,Haushaltgemeinschaft‘ und wollen von Beginn an dieses soziale Gefüge stärken, also gute Rahmenbedingungen für normalen und guten Unterricht schaffen“, so Puchinger. Mit Schulungen, etwa auf Lernplattformen, und Fortbildungen wolle man sich vorbereiten, um bei jeder Ampelfarbe gut und flexibel reagieren zu können. Ziel sei, dass Unterricht trotzdem immer stattfinden kann.

In der Brucker Handelsakademie und -schule gibt es heuer einen neuen Schülerhöchststand. In drei ersten Klassen der HAK und einer ersten Handelsschul-Klasse verzeichnen die beiden Bundesschulen heuer 122 neue Schüler. Insgesamt sind es somit 450 Schüler.

Für das bevorstehende Schuljahr ist geplant, die IT-Ausstattung zu erneuern. Letzteres sei freilich auch im Hinblick auf den Schulbetrieb in Zeiten von Corona hilfreich. Die abgestuften Maßnahmen des „Ampelsystems“ würden zudem helfen, die bisherigen Erfahrungen noch besser umzusetzen, erklärt Direktorin Ulrike Wiedersich gegenüber der NÖN: „Diese Maßnahmen reichen von einfachen Hygienebestimmungen bei grüner Ampel bis zur Umstellung auf Distance Learning bei roter Ampel. Die elektronische Kommunikation mit Eltern und Schüler/innen wird weiter intensiviert.“