Schulen sind vorbereitet für Herbst mit Corona. Mittelschulen ändern Name und Leistungsskala. Covid bleibt überall im Bezirk Bruck Thema.

Von Otto Havelka, Josef Rittler und Stefanie Cajka. Erstellt am 02. September 2020 (05:45)
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In der Mittelschule Hainburg ändert sich einiges ab Schulbeginn. Wie bei allen Neuen Mittelschulen wird ihre Bezeichnung ab dem Schuljahr 2020/21 zu Mittelschule verkürzt.

„Konkret treten für die Mittelschule mit dem kommenden Schuljahr einige Änderungen in Kraft“, berichtet Direktorin Bettina Schön. Ab der sechsten Schulstufe werden in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprache (Englisch) zwei Leistungsniveaus mit den Bezeichnungen „Standard“ und „Standard AHS“ geführt.

„Die Leistungsbeurteilung wird dadurch transparenter und besser nachvollziehbar. Für beide Leistungsniveaus gibt es eine fünfteilige Notenskala, von ,Sehr gut‘ bis ,Nicht genügend‘“. Nach welchem Leistungsniveau die Beurteilung erfolgt ist, werde im Zeugnis ausgewiesen. Weiterhin finden die bewährten Gespräche zwischen Kind-Erziehungsberechtigten-Lehrpersonen (KEL-Gespräche) statt. „An unserer Mittelschule stehen wie im Vorjahr entsprechende Förderangebote in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung. Da im vorigen Schuljahr die sportlichen und kreativen Angebote von vielen Schülerinnen und Schülern genützt wurden, wird es diesbezüglich auch im heurigen Schuljahr ein noch breiter gefächertes Angebot geben“, erklärt die Direktorin. Die Anmeldungen für diese Nachmittagsveranstaltungen werden die Klassenvorstände in den ersten Schultagen ausgeben. „Das Team der Mittelschule Hainburg freut sich auf einen guten Schulbeginn“, sagt Schön.

Renate Zwickelstorfer-Herl, Direktorin der Volksschulen Höflein und Göttlesbrunn, und ihr Team befinden sich gerade mitten in den Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Eine zentrale Rolle wird dabei die Corona-Ampel spielen, bei der – je nach Ampelfarbe – unterschiedliche Schritte zu setzen sind (siehe Seite 4). „Die diesbezüglichen Maßnahmen haben wir bereits besprochen“, erklärt Zwickelstorfer-Herl. Bezüglich notwendiger Hygienemaßnahmen halte man sich an das Covid-19-Hygiene- und Präventionshandbuch, in dem aufgelistet ist, was in den Schulen dahingehend zu beachten sei.

Wir wollen von Anfang an ein gutes Konzept, damit die Kinder sicher, bestmöglich gefördert und mit Freude durch das Schuljahr gehen können.“ Renate Zwickelstorfer-Herl

Über die neuen Maßnahmen sollen die Eltern im Zuge von Elternabenden informiert werden. Aufgrund der geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften sollen diese heuer nicht in den Klassen, sondern im Turnsaal abgehalten werden.

Zwickelstorfer-Herl freue sich besonders, nach dem Schichtbetrieb im letzten Schuljahr nun wieder alle Kinder gleichzeitig in der Schule begrüßen zu können: „Das ist ein wichtiger sozialer Aspekt.“ Außerdem sei es ihr ein Anliegen, dass die Kinder trotz der notwendigen Maßnahmen möglichst wenig Stress und Veränderungen ausgesetzt sind. „Wir wollen von Anfang an ein gutes Konzept, damit die Kinder sicher, bestmöglich gefördert und mit Freude durch das Schuljahr gehen können“, betont die Direktorin.

Astrid Bauer, Direktorin der Volksschule Himberg, in der rund 320 Kinder unterrichtet werden, tüftelt derzeit noch über die Organisation des ersten Schultages. Da werden rund 80 Taferklassler in Begleitung von Eltern, Großeltern und sonstigen Verwandten ihre künftigen Klassenzimmer besichtigen und Lehrer kennenlernen.

„Wir können sicher nicht alle Eltern auf einmal in die Schule lassen“, weiß Bauer. „Gerade am ersten Schultag ist es aber wichtig, dass die Kinder von ihren Familienangehörigen begleitet werden.“ Ohne Nasen-Mund-Schutz wird es jedenfalls keinen Zutritt geben, ob in Kleingruppen oder sogar einzeln pro Schüler ist noch offen. „Es gibt sicher Eltern, die sehr verunsichert sind“, glaubt Bauer.

Wenn die Hürde des ersten Schultages gemeistert ist, sollte der Schulbetrieb „ganz normal“ ablaufen. Vorausgesetzt, die Corona-Ampel steht auf Grün. Dann darf beispielsweise auch wieder in den Klassenräumen gespielt werden.

„Wir halten uns an die Vorgaben“, erklärt Bauer. Dazu gehört auch, dass bereits Krisenpläne wie Anordnung von Sitzplätzen in den Klassen ausgearbeitet wurden, falls die Corona-Ampel auf Gelb oder Orange springen sollte. „Aber derzeit sind wir auf Grün“, beruhigt Bauer.

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