Sternsingen 2021: Mit Abstand oder online

Die „Heiligen Drei Könige“ werden auch heuer fast allerorts von Tür zu Tür gehen – allerdings ohne zu singen. Die Brucker Pfarre beschreitet hingegen eigene Wege.

Erstellt am 01. Januar 2021 | 04:24
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Werden die Sternsinger-Besuche bei Fischamender Firmen heuer auslassen: Sozialstadtrat Michael Burger, Bürgermeister Thomas Ram, Pfarrer Ivica Stankovic und Bürgermeister-Stellvertreter Gerald Baumgartlinger.
Foto: Stadtgemeinde Fischamend

Abstand halten, kein Singen und nur im Freien – die Sternsinger-Aktion wird im kommenden Jahr unter ganz besonderen Voraussetzungen über die Bühne gehen. Aber sie wird stattfinden, das hat die türkis-grüne Bundesregierung sogar explizit in der Verordnung für den seit Samstag geltenden dritten harten Lockdown festgehalten. Dennoch sind die Zugänge der Pfarren auch im Brucker Bezirk sehr unterschiedlich.

In Moosbrunn hält man an den Hausbesuchen jedenfalls fest. Ursprünglich wäre geplant gewesen, am 5. und 6. Jänner im Gemeindegebiet den Sternsinger-Segen zu überbringen. Der Situation geschuldet beschränkt man sich dieses Jahr nur auf einen Tag. „Wir werden die Aktion mit insgesamt sieben Gruppen nur am 6. Jänner durchführen“, erklärt Jugendgemeinderat Peter Hampölz (ÖVP), der die Aktion mitorganisiert. Zudem werden nur Einfamilienhäuser besucht, die Mehrparteien-Wohnbauten in der Trumauer Straße und der Parlamentgasse ausgelassen – Hauptgrund dafür ist die Vorgabe, dass sich die „Heiligen Drei Könige“ nur im Freien aufhalten sollen.

In der Bezirkshauptstadt Bruck geht man hingegen einen ganz anderen Weg und setzt dieses Mal auf das Internet. Die Sternsinger gehen nicht von Haus zu Haus, sondern es wird eine Online-Spendenaktion durchgeführt. 

„Die Pfarre wird versuchen, den Bruckerinnen und Bruckern online den Segen der Sternsinger zu übermitteln“, erklären Katharina Petznek und Thomas Petznek-Böhm, die den Ablauf des Sternsingens organisieren. Es sei wichtig, gerade jetzt die Friedensbotschaft und den Segen für das neue Jahr als Zeichen der Hoffnung zu den Menschen zu bringen. Da die Sternsinger nicht persönlich unterwegs sind, werden die Haus- und Wohnungseigentümer gewissermaßen zum „vierten König“: „Schnappen Sie sich eine Kreide oder einen ‚C+M+B‘-Aufkleber und schreiben oder kleben Sie den Segen an Ihre Türe.“ Die Aufkleber lägen in der Kirche beim Schriftenstand auf.

Alles Weitere finde dann online statt: Auf der Webseite www.sternsingen.at finden sich alle relevanten Informationen und die Nummer des Spendenkontos. „Wegen der Pandemie ist die Armut in vielen Teilen der Welt stark angestiegen, unsere Spenden sind dort nötiger denn je“, so die Organisatoren.

Erwachsene „Könige“ lassen heuer aus

Während die Kinder als Sternsinger in Fischamend unterwegs sein werden, gibt es dennoch eine Absage. Denn in den vergangenen Jahren hat sich die Tradition entwickelt, dass Pfarrer Ivica Stankovic sowie Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) und weitere Vertreter der Stadtgemeinde als „Heilige Drei Könige“ unterwegs sind, um bei Wirtschaftstreibenden Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Heuer wird allerdings auf diese Tradition verzichtet. „Wir werden unsere traditionellen Firmenbesuche nicht machen, aber wir möchten das nachholen, wenn die Coronazeit vorbei ist“, erzählt der Bürgermeister.

Dann zwar nicht als Sternsinger, sondern „wir möchten einfach so für den guten Zweck sammeln“, ergänzt Ram. Allerdings soll es eine Videobotschaft geben, um die Bevölkerung um Spenden zu bitten.