Mann fuhr in Urlaub: Vierbeiner musste Qualen erleiden. Zweimal im Monat begab sich 39-Jähriger für mehrere Tage auf Urlaub und vergaß auf Hund.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. September 2018 (05:36)
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„Ich wusste jedes Mal, wenn er weg war. Spätestens am zweiten Tag seiner Abwesenheit war das Winseln und Jaulen des Hundes zu hören. Ich habe ihn mehrmals darauf angesprochen, aber er hat nur gemeint, das ginge mich nichts an. Ich habe ihm sogar angeboten, während seiner Abwesenheit auf den Hund aufzupassen und ihn zu versorgen, aber das wollte er nicht“, schildert eine Nachbarin und seufzt sichtlich erleichtert: „Ich bin froh, dass ihm der Hund jetzt abgenommen wurde.“

„Warum haben Sie der Nachbarin keinen Schlüssel für die Wohnung gegeben, sodass sie den Hund versorgen konnte?“, will der Richter daraufhin von dem Beschuldigten aus dem Bezirk wissen. „Ich lasse keine Fremden in meine Wohnung“, erklärt der 39-Jährige knapp.

Der Richte lässt das Argument allerdings nur bedingt gelten. „Ihre Privatsphäre in allen Ehren. Aber Ihr Hund musste leiden, weil Sie keinen in die Wohnung lassen wollten. Sie sperrten den Vierbeiner in das Badezimmer. Nahrung und Flüssigkeitsversorgung waren nicht ausreichend und ein Auslauf war nicht gegeben“, listet der Richter auf und meint harsch: „Sie haben dem Tier unnötig Qualen bereitet. Sie haben beim Liebesurlaub mit der Freundin keinen Gedanken an das Wohlergehen Ihres Hundes verschwendet.“

Der bislang unbescholtene 39-Jährige wird wegen Tierquälerei zu einem Monat bedingt verurteilt. Nicht rechtskräftig.