Nichte missbraucht: Arrest für Sexunhold. 52-Jähriger gab bei Missbrauchsprozess zu, sich an einem geistig beeinträchtigten Teenager (16) sexuell vergangen zu haben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 05. September 2019 (05:52)
NÖN

Intensiven Kontakt unterhielt ein 52-Jähriger aus dem Bezirk Bruck auch nach der Scheidung zu den Familienangehörigen seiner Ex-Frau. So traf er auch öfters auf die Nichte seiner Ex-Ehefrau, die er als Baby in den Armen gewiegt hat.

Das geistig beeinträchtigte Mädchen wuchs zu einem hübschen Teenager heran, dessen geistige Entwicklungsreife aber der eines sechs- bis achtjährigen Kindes entsprach. Als „lieber Onkel“ gestattete der 52-Jährige der Nichte, in seiner Imbissstube auszuhelfen. Zwischen August und November vergangenen Jahres soll der 52-Jährige dann sexuelle Übergriffe gegen den Teenager gesetzt haben: Anfängliche Grapschereien steigerten sich bis zu Beischlaf gleichzusetzenden Handlungen.

Der 52-Jährige zeigte sich vor dem Schöffensenat (Vorsitzender Richter Helmut Neumar) geständig. „Sie hat bejaht, als ich sie gefragt habe“, sagt der Angeklagte und meinte dann einsichtig: „Ich weiß, ich hätte das nicht machen dürfen. Sie hat es ja nicht verstanden.“

Der bislang Unbescholtene wurde wegen Missbrauchs einer geistig beeinträchtigten Person zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.