Nur noch Notbetrieb: Ämter machen dicht. Sowohl Gemeindeämter als auch Bezirkshauptmannschaft verzichten auf Parteienverkehr. Bisher fünf bestätigte Fälle im Bezirk.

Von Red. Bruck. Erstellt am 17. März 2020 (12:58)
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Noch im Juni wird der Gemeinderat entscheiden, wer ab 1. Jänner 2020 am Chefsessel in der AVB Platz nimmt.
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Mit Montag waren im Bezirk fünf Corona-Fälle bestätigt. In allen Bereichen wurden Maßnahmen gesetzt, um eine weitere Verbreitung zu verlangsamen.

Notbetrieb herrscht seit Montag sowohl in den Gemeindeämtern des Bezirks als auch in der Bezirkshauptmannschaft. Für den Parteienverkehr sind die Ämter derzeit geschlossen. Die Kontaktaufnahme kann jedoch per Telefon oder Mail erfolgen.

Selbst die Angelobung der Bürgermeister musste angesichts der aktuellen Lage auf das Mindestmaß reduziert werden. Anstelle eines großen Festakts wurden die 33 Bürgermeister und deren Vizebürgermeister im Zehn-Minuten-Takt angelobt. Nie mehr als vier Personen gleichzeitig, ohne Berührung und mit entsprechendem Sicherheitsabstand.

Im Brucker Rathaus wurden indes alle Mitarbeiter über 55 Jahre sowie alle mit Vorerkrankungen oder Kindern unter 14 Jahren nach Hause geschickt. „Der Rest macht Wechseldienst“, so SP-Bürgermeister Gerhard Weil. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, sodass sich die Gemeinde, Rotes Kreuz, Polizei, Feuerwehr und Bezirkshauptmannschaft auf kurzem Weg abstimmen können. Zusätzlich haben die Bürgermeister eine Whats App-Gruppe angelegt, um sich auf diesem Weg zu vernetzen.

In allen Gemeinden wurden auch darüber hinaus Maßnahmen gesetzt, um der Verbreitung des Virus Einhalt zu gebieten. „Wir nehmen die Krise sehr ernst und haben als Gemeinde alles unternommen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und unsere Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen“, berichtet etwa Wolfsthals VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger. Alle Sitzungen wurden abgesagt. Gesperrt sind laut Beschluss der Regierung auch die Spielplätze. Aber etwa auch Jugendzentren sind geschlossen.