Ohne Feuerwehrfeste wird es knapp

Erstellt am 20. April 2022 | 05:05
Lesezeit: 3 Min
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Im Zuge des letzten Feuerwehrfestes in Schwadorf im Jahr 2019 wurde ein neues Fahrzeug offiziell in den Dienst gestellt.
Foto: Gerald Burggraf
Feuerwehrfeste finanzieren Investitionen in Equipment. Die Florianis im Bezirk Bruck hoffen auf ein Ende der Durststrecke.
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Zwei Jahre ohne nennenswerte Feste, sind auch zwei Jahre ohne nennenswerte Einnahmen. Und wenn es doch eine Veranstaltung gegeben hat, war der Gästeandrang dann doch gedämpft.

Die Corona-Pandemie hat alle Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk hart getroffen und wichtige Einnahmequellen versiegen lassen. Doch wie es derzeit aussieht, könnte es mit 2022 wieder bergauf gehen. Zumindest laufen allerorts die Planungen für traditionelle Feste auf Hochtouren.

So auch im Fall von Schwadorf, die ihr dreitägiges Fest von 2. bis 4. September angesetzt haben. Die vergangenen zwei Jahre waren jedenfalls hart, wie Kommandant Wolfgang Niederauer im Gespräch mit der NÖN bestätigt. Dennoch konnten notwendige Anschaffungen getätigt werden, betont er. „Auch in den Pandemiejahren wurde fortlaufend unsere Einsatzkleidung erneuert. Zudem wurde ein neues Gasmessgerät angekauft und drei neue Atemschutzgeräte auf den neuesten Stand gebracht.“

Für Niederauer ist es zudem wichtig hervorzuheben, dass trotz der Corona-Einschränkungen der Einsatzdienst und der Ausbildungsbetrieb jederzeit aufrechterhalten werden konnte. Vonseiten der Gemeinde versicherte Bürgermeister Jürgen Maschl (SPÖ) bei der vergangenen Jahreshauptversammlung der Schwadorfer, dass auch in der derzeitigen schwierigen Finanzlage die Kommune die Floriani unterstützen wird, wenn dies notwendig ist.

Himberg griff auf Rücklagen zurück

Zu kämpfen hatten aufgrund der ausgefallenen Feste auch die Kameraden aus Himberg. „Diese Feste stellen eine wesentliche Einnahmequelle dar, um Modernisierungen und einsatztaktische Erneuerungen für den Einsatzdienst durchführen zu können. Diese Investitionen lassen sich jedoch leider nicht absagen oder aufschieben“, unterstreicht Kommandant Wolfgang Ernst. Die Himberger Feuerwehr musste auf hart angesparte Rücklagen für andere Projekte zurückgreifen. Auch die Unterstützungsfonds des Bundes für Non-Profit-Organisationen konnten die finanziellen Verluste nicht ausgleichen. „Ein weiteres Jahr ohne Feuerwehrfest würde das bestehende Finanzierungssystem auf den Kopf stellen, hier wären neue Finanzierungswege notwendig“, weiß Ernst. In Himberg soll es jedoch am vorletzten Augustwochenende am Freitag, dem 19., und Samstag, dem 20. August, so weit sein.

Im Gegensatz zu anderen Wehren konnte die Feuerwehr Deutsch Haslau ihr Fest wie gewohnt abhalten. „Bei uns ist der Ball im Jänner ausgefallen, das Fest haben wir aber wie üblich Anfang August an drei Tagen durchgezogen“, berichtet Kommandant Gerald Tyran. „Wir haben mit dem Roten Kreuz zusammengearbeitet und alle Covid-19-Auflagen erfüllt“, so Tyran.

Versorgungsauto ohne Förderung finanziert

Ohne den Ball seien zwar weniger Mittel vorhanden gewesen, doch wäre das nicht so schlimm. „Wir haben nichts aufgeschoben, ein Kraftfahrzeug haben wir wie geplant bestellt, die Lieferung wird sich etwas verzögern, das ist alles“. Die Anschaffung des Versorgungsautos werde nicht gefördert, mit der Gemeinde könne die Feuerwehr die Finanzierung aber bewältigen. 

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