Otto Auer soll Gerhard Schödinger als ÖVP-Chef folgen

Am 8. Oktober tritt Obmann Gerhard Schödinger beim Brucker Bezirksparteitag nicht mehr an. An der Spitze des Wahlvorschlages steht Otto Auer, er soll übernehmen.

Susanne Müller
Susanne Müller Erstellt am 03. Oktober 2021 | 04:49
ÖVP-Bezirkspartei
Gerhard Schödinger (links im Bild) zieht sich langsam aus der Politik zurück. Otto Auer (rechts im Bild) kandidiert als Bezirksparteiobmann der ÖVP.
Foto: Mraz/Cajka

„Ich ziehe mich sukzessive aus der Politik zurück“, macht ÖVP-Bezirksparteiobmann, Landtagsabgeordneter und Wolfsthals Bürgermeister Gerhard Schödinger keinen Hehl daraus, dass er in den nächsten Jahren alle drei dieser Funktionen abgeben will. Den Anfang macht er beim Bezirksparteiobmann.

Da gilt es am 8. Oktober neu zu wählen. Schödinger wird nicht mehr kandidieren. An seiner Stelle bewirbt sich Höfleins Ortschef und Bundesrat Otto Auer um die Spitzenfunktion. „Ich habe ihn präferiert. Er ist bereits Mandatar und hat Erfahrung“, sagt Schödinger, der demnächst 60 wird und die Übergaben lange vorbereitet hat. „Ich mache da kein Geheimnis daraus. Es soll alles berechenbar sein. Mir ist es wichtig, dass es eine vernünftige Übergabe gibt.“

Schödinger ist seit 2012 Obmann der Volkspartei im Bezirk. „Ich habe alle meine Wahlen als Bezirksparteiobmann mit über 90 Prozent gewonnen“, zeigt sich Schödinger zufrieden. Der größte Erfolg sei die Zusammenführung der Partei bei der Bezirkszusammenlegung gewesen. „Es ist gelungen, die Partei ohne große Probleme zu einen. Das ist aber auch eine große Verantwortung für meinen Nachfolger“, betont Schödinger. Die Landtagsperiode werde er noch bis 2023 vollenden, die Bürgermeister-Periode bis 2025 allerdings nicht mehr. Ortschef ist Schödinger seit 2005.

Ebenso lang steht Auer der Gemeinde Höflein vor. Seit 2019 sitzt er zudem im Bundesrat. Davor war Auer acht Jahre lang in der Bauernkammer tätig. In der Bezirks-ÖVP haben sich die Gremien für einen Wahlvorschlag mit Auer an der Spitze geeinigt. „Es ist gut, wenn der Weg so weitergeht“, will der 55-Jährige vor allem im Bereich der Regionalentwicklung für ein gutes Zusammenspiel der einzelnen Bereiche sorgen. „Mein Ziel ist, dass ich, wenn ich 80 bin und mit dem Rollator komme, auch noch begrüßt werde“, schmunzelt Auer.